" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Donnerstag, 25. März 2010

Erklärung des Bundes für Geistesfreiheit Erlangen e.V. zur Causa Prozess gegen Dr. Schiffer

Der Bund für Geistesfreiheit Erlangen e. V. hat auf seiner Jahresmitgliederversammlung am 14. März 2010 ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung folgende Erklärung beschlossen:

Der Bund für Geistesfreiheit Erlangen e. V. lehnt es ab, sich an der Unterschriftenaktion unter der öffentlichen Erklärung „Kriminalisierung von Meinungsäußerungen statt Aufklärungsarbeit im Mordfall Marwa El-Sherbini“ zu beteiligen. Da diese Aktion in erster Linie von Mitgliedern des „Erlanger Bündnisses für den Frieden“, dem auch unsere Organisation angehört, ausgegangen ist, hält der Bund für Geistesfreiheit es darüber hinaus für angebracht, sich von

dieser Aktion ausdrücklich zu distanzieren.

Begründung:

Die Unterschriftenaktion richtet sich gegen einen Strafbefehl, den das Amtsgericht Erlangen gegen Frau Dr. Sabine Schiffer, die Leiterin eines „Instituts für Medienverantwortung“ in Erlangen, erlassen hat. Frau Dr. Schiffer wird zur Last gelegt, am 15. 07. 2009 in einem Interview mit dem iranischen Nachrichtensender I.R.I.B. gesagt zu haben, dass der Ehemann der im Landgericht Dresden ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini bei dem Kampf mit dem Täter nach der Messerattacke auf seine Frau „sicherlich aus rassistischen Gründen von einem Polizisten auch noch angeschossen wurde.“ Der betreffende Polizist und dessen Dienstvorgesetzter haben daraufhin Strafantrag gemäß § 186 und 194 StGB gestellt (üble Nachrede), dem das Gericht gefolgt ist. Gegen den Strafbefehl hat Frau Dr. Schiffer offenbar

Einspruch erhoben. Der § 186 (Üble Nachrede) sieht vor, dass jemand bestraft wird, der „in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, (. . .) wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist“.

Es liegt auf der Hand, dass über die Gründe, aus denen der Polizist auf den Ehemann der Frau El-Sherbini bei dem Handgemenge zwischen diesem und dem Mörder seiner Frau geschossen hat, nur spekuliert werden kann. Dass sich hier eine Tatsachenbehauptung als wahr erweisen lässt, ist ziemlich ausgeschlossen. Also ist die Frage, ob die Äußerung von Frau Dr. Schiffer als Tatsachenbehauptung zu werten ist, was ihr Anwalt unter Hinweis auf das in ihrer Äußerung gebrauchte Adverb „sicherlich“ bestreitet. Selbst wenn man zugunsten von Frau Dr. Schiffer annimmt, dass hier tatsächlich eine bloße Meinungsäußerung vorliegt, so lässt ihre Äußerung das keineswegs klar erkennen. In jedem Fall wird aber mit einer solchen Äußerung in das Feuer einer durch eine einseitige Berichterstattung über diesen Mord aufgeheizten Öffentlichkeit in den islamischen Ländern wie unter den Anhängern des Islam in Deutschland ganz unnötig Öl gegossen. Was ist, wenn nun ein Anhänger Mohammeds den betreffenden oder einen anderen deutschen Polizisten oder einfach

einen deutschen Touristen angreift und verletzt oder tötet? Unserer Meinung nach sieht ein durch Medienverantwortung geprägter Umgang mit den Medien anders aus. Dass mit der Äußerung von Frau Dr. Schiffer auch kaum ein Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung geleistet wird, sollte den Personen aus dem „Erlanger Bündnis für den Frieden“ zu denken geben, die meinen, sich hier für Frau Dr. Schiffer einsetzen zu sollen. Insbesondere sind wir aber nicht bereit, einer Person in einer gerichtlichen Auseinandersetzung zu Hilfe zu kommen, die einem iranischen Nachrichtensender ein Interview gibt, also einem Teil des Propagandaapparates eines Regimes, das sich durch massive Unterdrückung der

Meinungsfreiheit und der Menschenrechte auszeichnet, das Folter und Todesstrafe (auch Steinigung gegen Frauen) praktiziert und gegen seine politischen Gegner einsetzt. Wer sich in Deutschland für eine in unseren Augen eher unverantwortliche Äußerung auf das Recht der Meinungsfreiheit beruft und andere Personen zu dessen Verteidigung aufruft, sollte nicht mit den journalistischen Abgesandten eines Regimes kollaborieren, das die Ausübung dieses Rechtes mit den Mitteln von Folter und staatlichem Mord unterdrückt.

Professor Dr. Theodor Ebert

Erster Vorsitzender

des Bundes für Geistesfreiheit Erlangen e. V.

Mittwoch, 24. März 2010

Einfach zeigen, dass es möglich ist - ein exMuslim in Östereich


“Ich will einfach zeigen, dass es möglich ist.” Cahit Kaya, Grafiker aus Wien, trat heute aus der Gemeinschaft muslimischer Gläubiger aus. Was aus der Sicht islamischer Theologen eigentlich nicht möglich ist, konnte sich Cahit Kaya zumindestens von staatlicher Seite durch einen kurzen Behördengang dokumentieren lassen. Er ist außerdem Vorsitzender des Zentralrats der Ex-Muslime in Österreich, der vor kurzem gegründet worden ist. In Deutschland gibt es den Zentralrat bereits seit 2007, welcher auch die Gründung in Österreich unterstützt hat. Cahit Kaya ist nun für die österreicher Behörden kein Muslim mehr, er ist ein Ex-Muslim. Aus diesem Anlass haben wir ein kurzes Interview mit Cahit Kaya geführt.



wissenrockt.de: Wie ist das Gefühl, offiziell aus der islamischen Kirche ausgetreten zu sein?
Cahit Kaya: Eigentlich genauso wie vorher. Ich habe einfach nur den Schritt dokumentieren wollen.

wissenrockt.de: Was war denn dafür nötig?
Kaya: Nur ein kurzer Gang zum Amt, zu dem ich meinen Pass mitgenommen habe. Es gab gar kein Formular für den Austritt aus der islamischen Kirche, die hier in Österreich durch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ) repräsentiert wird. Für solche Anlässe ist kein Prozedere vorgesehen, man ist scheinbar Zwangsmitglied. Es gibt zwar keinen Kirchensteuereinzug, aber als öffentlich-rechtliche Körperschaft erhält die IGGIÖ staatliche Förderungen. Schließlich wurde ein vorgefertigtes Formular für den Austritt aus der katholischen Kirche verwendet, mit entsprechenden Veränderungen. Die Dame von der Behörde sagte mir, es wird nun an die islamische Glaubensgemeinschaft weitergeleitet. Ich warte nun auf die Bestätigung und bin gespannt, ob sie sich melden.

wissenrockt.de: Und wenn nicht?
Kaya: Dann melde ich mich bei denen.

wissenrockt.de: Hat es was gekostet?
Kaya: Der Austritt selber ist in Österreich kostenlos. Wer aber ein amtliches Dokument als Bestätigung haben will, muss dafür 2,10 Euro bezahlen. Der Ablauf ist im Grunde der selbe wie ein Austritt aus jeder anderen Kirche. Gut dokumentiert sind diese Schritte und Anlaufstellen unter www.kirchenaustritt.at nachzulesen. Da der Islam mit dem Christentum rechtlich gleich gestellt ist, findet sich dort ein guter Leitfaden.

wissenrockt.de: Was meinen deine Eltern zu diesem Schritt?
Kaya: Meine Eltern sind nicht wirklich religiös. Zwar beschäftigt sich mein Vater mit solchen Themen, aber er hält auch nicht viel vom radikalen Islam. Und der radikale Islam beginnt für mich schon dort, wo Ungläubige missioniert werden sollen und berechtigte Kritik auf Ablehnung stößt. Wenn diese beispielsweise Menschenrechtsverletzungen betreffen – auch jemanden dazu zu nötigen, einer Religion angehören zu müssen ist ein Verstoß, wie auch das Verhindern eines Austrittes. Aber in der Verwandschaft gibt es durchaus radikale Muslime. Allah behüte weltoffene Menschen davor!

wissenrockt.de: Wohin führt dich dieser Weg, von dem ein Schritt nun mit deinem Austritt dokumentiert worden ist?
Kaya: Zu einer neuen Identität, welcher bisher der Name fehlte, in der Religion keine Bedeutung mehr für das eigene Leben hat. Es ist so ähnlich wie bei den Taufschein-Christen, die schließlich austreten. Merkmale dieser Identität sind unter anderen, dass sie laizistisch, demokratisch und kritikfähig ist. Das sind eigentlich schon entscheidende Punkte, wo ich mich schon sehr stark vom Islam abgrenze. Gerade Kritik wird im Islam eben nicht geduldet.

wissenrockt.de: Welche Folgen könnte das haben?
Kaya: Es soll in Zukunft viele Erklärungen überflüssig machen. Außerdem beginnen nun Menschen, darüber zu sprechen. Und schon das fördert den kritischen Diskurs mit dem Islam, der in meinen Augen nötig ist. Ich wollte auch zeigen, dass ein Austritt möglich ist, wenn man sich mit dem Islam nicht einverstanden fühlt. Oder sogar eine Pflicht, wenn eine von der IGGIÖ propagierte streng religiöse Weltanschauung abgelehnt wird.

wissenrockt.de: Wieviele Ex-Muslime gibt es denn schon?
Kaya: Genaue Zahlen wollen wir erst in einigen Monaten veröffentlichen. Am wichtigsten ist es uns derzeit, dass wir uns europaweit vernetzen. Wir haben dabei ja auch gerade viele junge Leute, die unter anderem neue Technologien zu nutzen gewohnt sind. Und so ist es unser primäres Ziel, nun erstmal die Grundstrukturen herzustellen oder bestehende zu optimieren.

wissenrockt.de: Ex-Muslim zu sein ist ja nun erstmal nur eine Zustandsbeschreibung. Gibt es für dich eine Alternative zum Islam?
Kaya: Ja, denn auch der Zentralrat der Ex-Muslime will kein rein atheistischer Verein sein. Wir möchten auf einer humanistischen Grundlage Hilfestellungen anbieten. Dabei wollen wir niemanden ausgrenzen und die Fehler des Islam und anderer Religionen wiederholen. Also ist uns Toleranz sehr wichtig, auch gegenüber Gläubigen. Wenn Glauben jemandem Stabilität gibt, dann wollen wir niemanden davon abbringen. Kritisch sind wir nur gegenüber streng religiösen Menschen, die uns offen angreifen oder vereinnahmen, wie es die IGGIÖ nunmal tut. Und wenn man überhaupt eine Ideologie brauchen sollte, dann eine humanistische. Der ZdE will einfach konfessionsfrei, humanistisch und laizistisch sein.


Das Interview führte Arik Platzek.

Sonntag, 21. März 2010

Selten so gelacht

Diesen Post habe ich zu einem Telepolisartikel gefunden:

Dienstanweisung für einen islamischen Unterteufel

Lieber Unterteufel Iblissimus,

nachdem die deutsche Islamkonferenz bisher wenig erfolgreich in
unserem Sinne gearbeitet hat, möchte dich das höllische
Staatssekretariat noch einmal auf einige Punkte hinweisen, wie für
uns der mögliche Nutzen maximiert werden kann.



1. Das wichtigste ist wohl das Geld. Wenn es erst mal für islamische
Theologen, Professoren, Religionspädagogen & Funktionäre auf
Hochschulen & Schulen, Akademien, Seminarhäuser und in den Verbänden
viel Geld zu verdienen gibt, wird es automatisch die Neurotiker,
Selbstdarsteller & Narzissten anlocken, denen es vor allen um sich
selber und nicht um den Glauben geht. Nichts hat bis jetzt
nachhaltiger jeden Glauben zerstört, als ihn durch hauptamtliche &
gut bezahlte Staatsbeamte verkünden zu lassen. Die christlichen
'Religionspädagogen' haben in weniger als 40 Jahren den christlichen
Glauben praktisch ausgemerzt, aus diesen Erfahrungen müssen wir beim
Islam lernen; beeinflusse also die Konferenz dahingehend, dass die
islamischen Verbände als Körperschaft des öffentlichen Rechts
anerkannt werden und diese Körperschaft islamische Religionssteuer
einziehen darf. Mit dem vielen Geld, was dann fließen wird, wird sich
der Islam in wenigen Jahren vollkommen unglaubwürdig gemacht haben.



2. Diese 'Religionssteuer' wird das wichtigste Instrument werden, um 
die Menschen dem Islam zu entfremden. Mit einer Körperschaft des
öffentlichen Rechts ist natürlich auch ein Austrittsrecht aus dieser
Körperschaft verbunden und wo 8% Steuer vom Einkommen zu sparen ist,
wird auch der frömmste Moslem früher oder später zu rechnen anfangen;
in einer spirituellen Heimat, die mit dem dem Steuerzahlen verortet
ist, fühlt sich jeder Glaube unbehaust.



3. Bis dahin liegt allerdings noch viel Arbeit vor dir. Der erste
Punkt muss für dich die Glaubensvermittlung an den Schulen sein. Es
gibt ein riesiges Reservoire an frommen & gutausgebildete
Kopftuchmädchen, die über religionspädagogische Seminare als
islamische ReligionslehrerInnen eine hochinteressante
Berufsperspektive bekommen könnten. Massig staatliche Kohle & ein
'weibliches' Berufsbild wird aus diesen frommen Kopftuchmädchen in
wenigen Jahren ein Haufen von häretischen Kopftuchemanzen machen. Es
 hat sich bei den christlichen Gemeinschaften herausgestellt, dass es 
nichts glaubenszersetzenderes gibt, als Frauen die komplette
Glaubensvermittlung zu überlassen. In wenigen Jahren werden diese
 Frauen nämlich nur noch ihre eigenen, selbst zusammengebastelten
Vorstellungen vom Islam lehren und damit wird den Schülern schon von
 klein auf eingetrichtert, das Glauben etwas völlig uninteressant ist
 und mit ihrem Leben nichts zu tun hat. Wichtig sind in diesem
Zusammenhang Stuhlkreise und gestaltetete Mitten.



4. Aus dem Kreis dieser gut bezahlte und wirtschaftlich unabhängigen 
islamischen 'TheologInnen' wird vor allem innerhalb kürzester Zeit
die Machtfrage in den islamischen Verbänden gestellt werden. So wie
in den evangelischen Landeskirchen seit Jahren jede Wahl der
LaienbischöfInnen von Frauen gewonnen wird -die dazu als conditio
sine qua non allerdings geschieden & linksradikal sein müssen- so
wird es auch in islamischen Körperschaften des öffentlichen Rechts
kommen. Wenn sich erst mal ImanInnen in den Bethäusern & Kultstätten
des Islams etabliert haben, wird's mit dem Glauben bergab gehen. Du
musst allerdings darauf schauen, dass du in den Medien genau das
Gegenteil vermittelst, wenn Frau Käßmann&Co. die real existierenden
Gläubigen geradezu massenhaft aus den Kirchen heraustreiben, muss du
sie als besonders 'erfolgreich' in-was-auch-immer darstellen. Das
 dürfte allerdings kein Problem sein, weil die Medien bis auf ganz 
wenige Ausnahmen eh schon seit langem in unserer Hand sind.



5. Wenn sich erst mal islamische TheologInnen überall etabliert
haben, kannst du an die Krönung deines Werkes gehen und die HKM als
 einzig zulässige und erlaubte Methode innerhalb der islamischen
Theologie etablieren. Bis jetzt haben wir noch nichts gefunden, was
 schneller & nachhaltiger jeden Glauben zerstört als die HKM, folglich
musst du sie als besonders vorteilhaft darstellen; beziehungsweise 
noch besser ist es den Menschen weiss zu machen, dass Glauben rein
über den intellektuellen Zugang funktioniert. Das dürfte unsere
 erfolgreichste Lüge sein und jeden Glauben unmöglich machen.

Diese wenigen Punkte sollten reichen um den Islam zu ruinieren,
 frisch auf an's Werk also!



Dein Onkel Schräuble, höllischer Staatssekretär

Das Orginal ist natürlich hier, und soll eigentlich Pro-Christlich überzeugen

Samstag, 20. März 2010

Schiffer-Prozess

Heute in den Erlanger Nachrichten:

ERLANGEN - Wegen des Vorwurfs der üblen Nachrede muss sich die Erlanger Medienwissenschaftlerin und Chefin des Instituts für Medienverantwortung, Sabine Schiffer, am kommenden Mittwoch vor dem Amtsgericht Erlangen verantworten. Dabei erhält sie Unterstützung aus Kreisen der Kommunal- und Landespolitik, die »Meinungsfreiheit« einfordern. Schiffer hatte im Zusammenhang mit dem Mord an einer Ägypterin im Dresdner Landgericht einem eingreifenden Polizisten, der den schützend eingreifenden Ehemann der Angegriffenen anschoss, unterstellt, er habe möglicherweise vor einem rassistischen Hintergrund den Beschützer statt den Angreifer beschossen. Die Unterstützer Schiffers - vom bayerischen Verfassungsrichter Klaus Hahnzog (SPD), über grüne und sozialdemokratische Landtagsabgeordnete bis zum kompletten Erlanger SPD-Stadtrat und der Grünen Liste - sind der Ansicht, diese Sichtweise müsse unter Meinungsfreiheit fallen und sei deshalb nicht strafwürdig. Die Staatsanwaltschaft hingegen hatte dies in ihrem Strafbefehl anders gesehen - vor Gericht wird verhandelt, weil Frau Schiffer Einspruch gegen den Strafbefehl über 6000 Euro eingelegt hat. In einer Informationsveranstaltung warb nun ein Rechtsanwalt für zahlreichen Besuch des Prozesses, um dem Gericht die breite Unterstützung zu signalisieren.

Meine Meinung: Fr. Dr. Schiffer hat NICHT "pointiert dazu aufgerufen, die Umstände auf rassistische Zusammenhänge hin zu untersuchen.", wie es im Unterstützungsaufruf heißt,sondern sie hat rassistische Umstände unterstellt! Das ist ein großer Unterschied. Dafür wurde sie per Strafbefehl vom Amtsgericht belangt. Sie wird NICHT wegen ihrer wissenschaftlichen Arbeit verfolgt, wie in dem Schreiben kolportiert.

Zitat aus dem Interview mit dem Iranischen Staatsrundfunk: "Ehemann... sicherlich aus rassistischen Gründen von einem Polizisten auch noch angeschossen wurde." Quelle

Ich lehne politischen Druck und Einflussnahme auf die Judikative ab. Wir als Linke können nicht die Einflussnahme von rechts und konservativ beklagen und bekämpfen, um dann bei nächster Gelegenheit selbst zu diesem Mittel zu greifen. Nun mag es zwar sein, dass Gott auf Seiten der stärkeren Bataillone ist, aber ich lehne ein solches Rechtsverständnis ab, bei dem es auf die Anzahl der Lobbyisten bei der Urteilsfindung ankommt.

§ 186 StGB

Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder
verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der
öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht
diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem
Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch
Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit
Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Donnerstag, 18. März 2010

Ein falscher Vergleich »Stimmung gegen Muslime wie Judenhetze«

Ein Kommentar in den Erlanger Nachrichten bringt es auf den Punkt:



Ein falscher Vergleich

Ortega: »Stimmung gegen Muslime wie Judenhetze« Ein falscher Vergleich




In der Pressekonferenz der Stadt, bei der das Programm zur »Internationalen Woche gegen Rassismus« vorgestellt wurde (wir berichteten bereits), griff José Luis Ortega Lleras zu einem historischen Vergleich, der zumindest schwer hinkt, aber vor allem eines ist: falsch.

Sinngemäß sagte der Vorsitzende des Ausländer- und Integrationsbeirats: In den Medien und auf den Straßen Deutschlands werde derzeit ähnlich Stimmung gegen Muslime und den Islam gemacht wie während der Nazi-Zeit mit ihrer planmäßigen Hetze, ja Vernichtungskampagne gegen Juden.

Daran ist allenfalls richtig, dass sich Zerr-, zum Teil auch Feindbilder über den Islam in den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft halten, negative Stereotype über Muslime verbreitet und Angehörige dieser in Deutschland vier Millionen Köpfe zählenden Minderheit aufgrund ihrer Religion und/oder Herkunft ausgegrenzt werden.

Auch manche Medien spielen hierbei zweifellos nicht immer eine rühmliche Rolle. Sie aber – wenn auch nicht explizit – pauschal in die Nähe von antisemitischen Hetzblättern à la Stürmer (um das gravierendste Beispiel zu nennen) zu rücken, geht eindeutig zu weit.

Was noch schwerer wiegt: Ortegas drastischer, übertriebener Vergleich verharmlost zugleich das staatlich angeordnete Unrecht, das Juden und anderen Minderheiten damals widerfuhr. Nur zwei Beispiele: Wo in Deutschland gäbe es Geschäfte, in denen Muslimen per Schild der Zutritt versagt wird? Oder einen Boykott muslimischer Läden?

Wenn also Ortegas Vergleich ungeeignet ist, um das Ausmaß der Stimmungsmache gegen Muslime korrekt zu beschreiben, darf man ihm getrost unterstellen, dass er eigentlich eine ebenso richtige wie wichtige Botschaft aussenden wollte: Wir alle müssen in unserem Alltag aufmerksam sein und Ausgrenzungen von Minderheiten frühzeitig und vor allem entschieden begegnen.

Die gerade angelaufene »Internationale Woche gegen Rassismus« bietet die Möglichkeit, den Blick nachzuschärfen für Unrecht, das auch heute mitten unter uns geschieht. Ob diese Chance ergriffen wird, liegt an den Veranstaltern und Referenten, aber auch an jedem Teilnehmer selbst. Fest steht jetzt schon: Allzu leichtfertige Vergleiche dienen diesem Anliegen nicht - ganz im Gegenteil.

Kirsten Waltert

Samstag, 13. März 2010

Necla Kelek: "Der Islam braucht Kritik"

Necla Kelek und ihre Zweifel

"Der Islam braucht Kritik"

Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern auch ein Herrschaftssystem, sagt die Soziologin Necla Kelek. Mit diesem "System Islam" will Kelek brechen. Sie fordert einen modernen Islam: "Wir müssen es schaffen soweit zu gehen, dass wir sogar Allah in Frage stellen, Atatürk in Frage stellen, unsere eigenen Väter und Brüder in Frage stellen, um mit ihnen friedlich leben zu können."

n-tv.de: Ihre Kritik am Islam richtet sich vor allem gegen seinen politischen Anspruch, gegen seinen Drang zur Allmacht. Was ist anders am Islam als am Christentum?

Necla Kelek: Das Christentum hat es geschafft, das Gewissen als Instanz aufzubauen; das Christentum ist eine an das Gewissen gerichtete Religion, die auf die Erkenntnis des Individuums baut. Dadurch wird der Mensch verantwortlich für sein Handeln. Der Islam fordert von den Gläubigen strikten Respekt gegenüber den Älteren. Die Jüngeren sollen einfach nachsprechen, was man von ihnen verlangt. Dadurch sind Neugier und Zweifel aus der Welt.

Sie sprechen vom "System Islam". Was meinen Sie damit?

Die zahlreichen Ge- und Verbote haben aus dem Islam ein Herrschaftssystem gemacht, in dem Religion und Politik, Privates und Öffentliches nicht getrennt sind. Nicht das Gewissen überwacht die Einhaltung der göttlichen Regeln, sondern die Gemeinschaft der Gläubigen, die "Umma": Ihrer Kontrolle ist jeder einzelne Gläubige unterworfen.

In Ihrem Buch "Himmelsreise" schreiben Sie: "Die Abgrenzung gegenüber anderen - durch das Kopftuch, das Verheiraten der Söhne oder Töchter mit Partnern aus der 'reinen' Heimat, die Verunglimpfung all jener, die Bier trinken und Schweinefleisch essen, die blutigen Traditionen der Beschneidung und des Opferfestes -, all das wird zur Demonstration einer 'kollektiven Selbstvergewisserung'. Es ist die Absage der Muslime an die aufgeklärte Gesellschaft." Ist denn ein Islam, der mit Demokratie, Pluralismus und Menschenrechten kompatibel ist, überhaupt vorstellbar?

Die Muslime müssen dafür sorgen, dass Islam und Demokratie vereinbar werden. Viele der muslimischen Regeln haben mit dem Islam als Religion, als Glaube, als Philosophie nichts zu tun. Einige der angeblich muslimischen Traditionen gab es schon vor dem Islam. Der Islam als System hat es nicht geschafft, sich von Traditionen wie Blutrache, Zwangsehen und dergleichen zu befreien. Die Muslime müssen diese Regeln von der Religion lösen, damit der Islam als Glaube gelebt werden kann und nicht als strenges Regelwerk.

Sie schreiben, Sie seien "zu der Erkenntnis gelangt, dass der Islam, so wie er sich in seinem politischen Kern heute darstellt und repräsentiert, nicht in eine demokratische Gesellschaft zu integrieren ist". Was muss innerhalb des Islam passieren, damit diese Integration möglich wird?

Der Islam braucht Kritik und Kritikfähigkeit, die Muslime - jeder einzelne - müssen sich kritisch mit ihrer Religion auseinandersetzen. Es hilft überhaupt nicht, wenn die Muslime glauben, was die europäischen Islam-Forscher ihnen vorsprechen: dass der Islam eine gute Religion sei. Wir müssen imstande sein, die muslimischen Verbände zu kritisieren. Wir müssen Fragen stellen: Wie sind die Verbände strukturiert, was verstehen sie unter dem Islam, was verstehen Sie unter islamischem Leben? Nur wenn die Muslime sich in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen, kann ein moderner Islam entstehen.

Sie kritisieren in Ihrem Buch das Konzept der sozialen Ehre in den "archaisch-muslimischen Gesellschaften". Aber der individuelle Ehrbegriff des Westens ist ja vergleichsweise neu. Heute erscheint uns das lächerlich, aber selbst der Soziologe Max Weber wollte sich noch 1910 duellieren, um die Ehre seiner Frau zu verteidigen. Glauben Sie, dass auch die muslimischen Gesellschaften einen solchen Modernisierungsprozess durchlaufen können?

Sie müssen! Wenn die Muslime in einer bürgerlichen Gesellschaft leben wollen, dann müssen sie ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen und sich von den archaischen Regeln und Traditionen selbst befreien, und das müssen sie auch von ihren Organisationen verlangen. Das geht nur, wenn man die Zusammenhänge hinterfragt, zum Beispiel den Zusammenhang zwischen "Ehrenmord" und der Familienehre: Im "System Islam" verkörpert die Frau die Ehre der Familie, die Männer müssen diese Ehre bewachen - dass das ein Auftrag Gottes sein soll, muss in Frage gestellt werden. Nur so kann man sich davon befreien. Wir müssen es schaffen, soweit zu gehen, dass wir sogar Allah in Frage stellen, Atatürk in Frage stellen, unsere eigenen Väter und Brüder in Frage stellen, um mit ihnen friedlich leben zu können. So haben die Europäer das auch gemacht.

In einigen Feuilleton-Beiträgen sind Sie ziemlich scharf attackiert worden - Thomas Steinfeld nannte Sie und andere Islam-Kritiker in der "Süddeutschen Zeitung" zumindest indirekt "Hassprediger", Claudius Seidl, der Feuilletonchef der Sonntags-FAZ, findet Sie zwar sympathisch, der Titel seines Beitrags "Unsere heiligen Krieger" dürfte jedoch auch Sie meinen. Haben solche Attacken Sie verletzt?

Nein, das trägt nur dazu bei, dass die Debatte lebhaft ist. Viele Menschen haben eine Islam-Debatte lange verhindern wollen. Aber wir sind mittendrin. Ich bin sehr dankbar, dass es diese Debatte gibt.

Sie tragen das Label "Islam-Kritikerin". Stört Sie diese Bezeichnung?

Überhaupt nicht. Obwohl die Wortschöpfer mit der Formulierung mir wohl kein Kompliment machen wollten. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, mir den Islam kritisch anzuschauen. Ich fühle mich geradezu berufen, das weiter zu tun.

Sind Sie je bedroht worden?

Nein.

Was halten Sie von dem Schlagwort der "Islamisierung Europas", das die niederländische "Partei für die Freiheit" oder die Schweizer SVP sich auf die Fahnen geschrieben haben? Gibt es diese Islamisierung?

Natürlich gibt es den Versuch einer weltweiten Islamisierung. Aber der geht von einer sehr kleinen Minderheit unter den Muslimen aus. Das sind Fundamentalisten, die es als Gottes Auftrag ansehen, die "Umma" weltweit zu verbreiten. Die anderen Muslime sind bei weitem die Mehrheit, sie müssen ihre Stimme gegen solche Entwicklungen erheben. Wenn allerdings alle Muslime als Fundamentalisten bezeichnet werden, hilft das nicht weiter. Ich bin eine überzeugte Europäerin und Demokratin, ich setze auf das Wort, nicht auf Propaganda.

Was halten Sie vom Schweizer Minarett-Verbot?

Ich habe das Ergebnis als Signal dafür aufgefasst, dass viele Menschen Angst haben, viele Fragen haben und keine Antworten bekommen. Viele Muslime vertreten ihre Anliegen nach außen nicht positiv, sondern fordern nur ihre Rechte ein; was hinter den Mauern der Moscheen passiert, soll keiner erfahren, die Demokratie wird ausgesperrt. Das haben viele Schweizer sich nicht gefallen lassen.

Sie bezeichnen sich ausdrücklich als Muslimin, aber Sie schreiben einen Satz wie "Selbst Mohammed und die ihm folgenden Kalifen haben Verbrechen begangen". Wie geht das zusammen?

Man muss sich der Geschichte stellen und trennen zwischen Kulturmuslimen und jenen, die das "System Islam" tragen. Ich habe einen Glauben, ich bin muslimisch erzogen worden, ich komme aus einer muslimischen Kultur, bin muslimisch sozialisiert. Bei aller Kritik am Islam gebe ich doch meine Kultur nicht auf. Ich bin Teil der islamischen Kultur und ich brauche meinen Glauben auch - aber nicht als Herrschaftssystem, sondern als Philosophie, als Hilfe bei der Sinnsuche, als Trost für meine Seele.

Sie erzählen in Ihrem Buch von einer türkisch-deutschen Mädchengruppe aus der hessischen Provinz, die Sie in Kreuzberg getroffen haben und die Ihr Buch "Die fremde Braut" im Sozialkundeunterricht gelesen haben. Wir sind keine "unterdrückten Türkenmädels", haben die Ihnen gesagt. Sie schreiben leider nicht, wie Sie diese Begegnung empfunden haben. War das für Sie nicht ein bisschen Anlass zur Hoffnung?

Aber natürlich! Dieser Hoffnung begegne ich jeden Tag, mir schreiben sehr viele Mädchen, auch Frauen, auch Männer, die mir sagen, auch wir sind jetzt auf dem Weg, auch wir schauen jetzt kritischer auf unseren Alltag, wollen ausbrechen, anders leben. Ich hatte den Mädchen versprochen, sie zu zitieren, und wollte das einfach so stehen lassen.

Der Titel Ihres Buches spielt auf Mohammeds "Himmelsreise" an, seinen Aufstieg in den Himmel. Fürchten Sie, dass Sie wegen des Titels Ärger mit konservativen Muslimen bekommen werden?

Nein, das glaube ich nicht. Die Himmelsreise ist eine der Schlüsseloffenbarungen im Koran, diese Sure machte Allahs Gebote zum Gesetz, ihr haben wir zu verdanken, dass Politik und Religion im Islam eins sind. Ich glaube, dass wir nach so vielen Jahren kritischer Auseinandersetzung erreicht haben, dass wir solche Bücher schreiben können und viele Muslime sich daran gewöhnt haben, dass wir kritisch debattieren. Darüber bin ich froh.

Mit Necla Kelek sprach Hubertus Volmer

Freitag, 12. März 2010

Wollust" in der FAZ

Der Terz um das Bild "Wollust" in der Herz-Jesu-Kirche hat es nun sogar in die FAZ geschafft. Nun wird es wohl verhüllt.

Der Nürnberger Künstler Béla Faragó hat in sieben drastischen Bildern die sieben Todsünden dargestellt. Der Streit entzündete sich am Bild der »Wollust», das eine üppige nackte Frau mit gespreizten Schenkeln zeigt, neben der zwei kleine Männer mit erigierten Penissen stehen.

Was glauben die Sauberkeitsfanatiker und KinderschützerInnen wohl, was sich die Ministranten in ihrer Freizeit reinziehen?
Wer youporn et. al. gewöhnt ist, den wird Faragò nicht mal zum Gähnen reizen.

Mittwoch, 10. März 2010

CSU/FDP machen weiter

Schreiben die EN in einem Interview mit Eckart Wangerin, dem Fraktionsvorsitzenden der Erlanger Linken.
Sehr ich auch so.

Koalitionsbruch: Öffnung statt Frontbildung
Linke: Koalitionsbruch: Öffnung statt Frontbildung
ERLANGEN - Einzig den Erlanger Linken (Erli) hat die CSU nach dem Bruch des Rathausbündnisses mit der FDP keine Sondierungsgespräche angeboten. Dennoch meldet sich die dreiköpfige Fraktion zu Wort.

»Im Nachhinein wirkt der so genannte Koalitionsbruch wie ein Theaterdonner», sagt Eckart Wangerin auf EN-Nachfrage. Zugleich zeigt sich der Erli-Fraktionsvorsitzende davon überzeugt, dass sich zwischen CSU und FDP »alles wieder einpendeln wird». Schließlich bliebe den Christsozialen fast nichts anderes übrig. Andererseits sei es auch wenig wahrscheinlich, dass innerhalb der Oppositionsreihen eine einheitliche Linie gefunden wird.

Für vorstellbar hält Wangerin aber Veränderungen in der Stadtratsarbeit. Erstens könnte es den Liberalen gelingen, mehr Druck auf die CSU auszuüben. Zweitens hofft der Erli-Vertreter, dass es im Rathaus statt der bisherigen starren Frontenbildung zu einer Öffnung und mehr Diskussionen kommt. Wünschenswert sei es zudem, dass es kein festes Rathausbündnis mehr gibt.

Samstag, 6. März 2010

Wie Henrik Broder mit Beifall von rechts umgeht

Spatzenhirn mit Zöpfen

frau köhler,

im pressedienst der halbkriminellen vereinigung, der auch sie angehören, war gestern zu lesen:
“Chemnitzer NPD-Stadträtin applaudiert Broders Überfremdungskritik”.

(http://www.npd-sachsen.de/index.php?s=9&aid=700)


sie waren bei meiner lesung nicht dabei. dafür bin ich ihnen dankbar. allein die vorstellung, im selben raum mit ihnen zu sein, lässt mir das essen von gestern hochkommen. ihre abwesenheit hat sie freilich nicht davon abgehalten, sich zu meinem auftritt zu äußern. nach der lektüre ihres statements könnte man sich fragen, ob sie dumm oder bösartig sind. ich finde, sie sind beides.
das wort “überfremdung” gehört zu ihrem vokabular, nicht zu meinem. es ist weder während der lesung noch in der anschliessenden diskussion gefallen. ich habe weder implizit noch explizit gegen diejenigen “gewettert”, die in ihren kranken phantasien die hauptrollen spielen, also ausländer, migranten und
andere nicht-deutsche.
und ich sage es ihnen gerne noch einmal, so klar und unmissverständlich, dass es sogar ihr bezopftes spatzenhirn begreifen sollte: wenn es die möglichkeit gäbe, sie und das rechtsradikale pack, das sie repräsentieren, gegen ausländer - egal welcher provenienz - auszutauschen, würde ich mich sofort dafür aussprechen.
ob sie meine bücher gelesen haben, weiß ich nicht. es ist mir auch wurscht. selbst wenn sie es getan haben, haben sie nichts verstanden. meine forderung nach mehr intoleranz richtet sich nicht nur gegen die terrorversteher von links, sie richtet sich auch gegen das gesindel, das ihre politische heimat ist.
ich habe in chemnitz meine bewunderung und meinen respekt für die dresdner bürger artikuliert, die am jahrestag der bombardierung den öffentlichen raum
besetzt und der npd den weg versperrt haben. ich habe auch angeregt, dass alle bürger mit migrationshintergrund - vom türkischen müllfahrer bis zum indischen arzt - einen tag lang streiken, um der fremdenfeindlichkeit die grundlage zu entziehen. das alles sind nicht ihre positionen.
dass sie sich nun hinter einem “jüdischen leitintellektuellen” verstecken, zeugt nur von ihrer schamlosigkeit im umgang mit dem, das sie irrtümlich für politik halten. es ist aber nur die pflege von ressentiments. für ihre versuche, jemand zu finden, der ihre schweinereien für koscher erklärt, stehe ich nicht zur verfügung.
wenn sie es noch einmal machen, komme ich bei ihnen vorbei und ziehe ihnen die zöpfe lang.
versprochen und grusslos
b.

Siehe auch:
http://www.katrin-im-rathaus.de/

P.S. ähnlich klare Worte wünsche ich mir von den linken Bundestagsabgeordnetinnen, die wegen ihres Auftretens gegen Shimon Peres ebenfalls Befall von der NPD bekamen.

P.S.S. mich ekelt es zwar gewaltig, die NPD hier zu verlinken, aber es ist halt die Quelle. *KOOOOTZ*

Elaborierter Obskurantismus NEUES AUS DER WORTMOLKEREI UND VON IHRER GESCHÄFTIGEN LEITERIN SABINE SCHIFFER

Von David Parnass

Auf der Homepage von Prof. Gess, klick hier

Unterstützungsaktion für Fr. Dr. Schiffer

Frau Dr. Schiffer vom "Institut für Medienverantwortung" hat zur Zeit Probleme
mit der Justiz. In einem Interview mit dem Iranischen Staatsrundfunk unterstellte Sie
einem Polizisten rassistische Gründe für seinen Fehlschuss auf den Mann von Marwa al-Sherbini. Sie bekam deshalb vom Amtsgericht Erlangen einen Strafbefehl
über 6000€ zugestellt. Dagegen protestieren einige ihrer UnterstützerInnen.
Ich werde nicht unterschreiben. Warum nicht?


Die Intention des Schreibens ist praktisch die Unterstellung einer politischen Justiz in diesem Falle, des angeblichen Angriffes auf die Meinungsfreiheit und die Vermischung von inhaltlich überhaupt nichts miteinander gemeinsamen Vorgängen, wie die Cicero-Geschichte mit dem Schiffer-Institut! Dadurch wird Frau Schiffer (als angeblich politisch Verfolgte) in eine Märtyrerrolle gebracht, die dann gerade bei Linken Schutzreflexe auslöst.

1; Fr. Dr. Schiffer hat NICHT "pointiert dazu aufgerufen, die Umstände auf rassistische Zusammenhänge hin zu untersuchen.", sondern sie hat rassistische Umstände unterstellt!
Das ist ein großer Unterschied. dafür wurde sie per Strafbefehl vom Amtsgericht belangt. Sie wird NICHT wegen ihrer wissenschaftlichen Arbeit verfolgt, wie in dem Schreiben kolportiert.

Zitat aus dem Interview mit dem Iranischen Staatsrundfunk:
"Ehemann... sicherlich aus rassistischen Gründen von einem Polizisten auch noch angeschossen
wurde." Quelle: http://german.irib.ir/index.php?option=com_content&view=article&id=25601:interview-mit-frau-dr-sabine-schiffer&catid=14:interviews&Itemid=13

2; Fr. Dr. Schiffer vertritt einseitig proislamische, proiranische und antisäkulare Positionen, die nicht mit meinem Verständnis vom strikt zu trennenden Verhältnis zwischen Religion und Staat in Übereinstimmung zu bringen sind.

Auch halte ich als linker Gewerkschaftler wenig von Unterstützung islamischer Aktivitäten, wenn ich an das düstere Schicksal von linksgerichteten und gewerkschaftlich engagierter BürgerInnen in bestehenden islamischen Staaten denke.

3; Fr. Dr. Schiffer polemisiert gegen engagierte MenschenrechtsaktivistInnen wie Mina Ahad, Necla Kelek, Seyran Ates und Ayaan Hirsi Ali. Sie wirft ihnen
und allen anderen Kritikern des politischen Islam pauschal "Islamophobie" vor und unterstellt Nähe zum Rechtsextremismus. Mir übrigens auch schon ;-))

4; Fr. Dr. Schiffer setzt die Judenverfolgung des Nazireiches mit der angeblichen Verfolgung der Moslems heute gleich. siehe u.a. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31635/1.html
Das ist nun völlig inakzeptabel.

Leider unterschreiben viele nach dem Motto: "Wenn der/die unterschrieben hat, mache ich das auch" hinaus. Da haben die allermeisten ganz sicher nicht die Sache detailliert verfolgt oder kennen die Zusammenhänge. Im übrigen vertraue ich unserer
Justiz und lehne politischen Druck und Einflussnahme auf die Judikative ab. Wir als Linke können nicht die Einflussnahme von rechts und konservativ beklagen und bekämpfen, um dann bei nächster Gelegenheit selbst zu diesem Mittel zu greifen.

"Vorbehalte und Ressentiments gegen Muslimen - ein neuer Rassismus?"

Aus Datenschutzgründen habe ich meine Anfrage an den AIB (Ausländer.- und Integrationsbeirat) in die dritte Person umformuliert:


Der Ausländer.- und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen organisiert zum 21.März 2010 eine Fachtagung zum Thema "Vorbehalte und Ressentiments gegen Muslimen - ein neuer Rassismus?". Diese Tagung wird gefördert und unterstützt vom Interkulturellen Rat und Bundesinnenministerium. Besetzt ist das Podium mit folgenden Fachreferenten:

Prof. Heiner Bielefeldt (ehemalig Dt. Institut für Menschenrechte, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik Universität Erlangen) Prof. Wolfgang Benz (Direktor des Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin) Dr. Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung). Dazu im Abendpodium Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime und Dr. Irene Runge aus Berlin.

Dieses Vorhaben warf für Frank Heinze, einen Stadtrat der Erlanger Linken, bei aller Unterstützung für die Notwendigkeit der Tagung deutliche Fragezeichen auf. Er warb in einer Nachrich an den Beirat für Verbesserungen bezüglich Form und Inhalt der Tagung und sah einige Fachreferenten auch als durchaus problematisch an.

“Durch die Besetzung des Podiums durch Meinungsvertreter, die fast durchweg die These der sogenannten Islamophobie und des vorgeblichen Rassismus in Bezug auf Muslime verbreiten, bekommt das Schiff dieser Tagung deutlich Schlagseite. Wo sind die Vertreter der Antithese? Ich vermisse z.B. den Zentralrat der Ex-Muslime, Vertreter säkularer Muslime und ForscherInnen und PublizistInnen wie Necla Kelek, Seyran Ates, Hirsin Ali, Bassam Tibi und Mina Ahad. Nur aus These und Antithese erfolgt eine sinnvolle Synthese.”

Nach bekannten Forschungsergebnissen (von Politikwissenschaftler Dr. Clemens Heini und dem Historiker Dr. Harry Waibel) war Prof. Karl Bosl, der Doktorvater und langjährige Mentor von Prof. Wolfgang Benz, bis in die letzten Kriegstage ein aktiver und überzeugter faschistischer Wissenschaftler. Prof. Karl Bosl war zudem zumindest in den 1960er Jahren in rechtsextremen Kreisen wie dem Witikobund aktiv. Prof. Benz verweigert sich bis heute Diskussionen über dieses Thema.Sehr kritisch mit der Arbeit von Prof. Benz setzt sich auch der Bielefelder Soziologe und Rasissmusforscher Prof. Gess auseinander. Fr. Dr. Sabine Schiffer wurde unlängst vom Amtsgericht Erlangen ein Strafbefehl von 6000€ überbracht, weil sie einem Polizisten rassistische Gründe wegen eines Schusswaffengebrauchs unterstellte. Frau Dr. Irene Runge war 17 Jahre Spitzel ("IM") des Staatssicherheitsdienstes der DDR, sie zeigte u.a. mehrere "Republikflüchtlinge" an, die daraufhin inhaftiert wurden.

Frank Heinze schlug daraufhin vor, eine Vertreterin der “Frankfurter Initiative progressiver Frauen”, einem Zusammenschluss säkularer Musliminnen zu dieser Veranstaltung einzuladen.

Ich finde es deswegen so interessant, weil das Projekt die Muslimas aus der Opferrolle (in die sie auch häufig durch wohlmeinende HelferInnen gedrängt werden) herausholt und sagt: Schaut her, wir sind auch da! Wenn wir es schaffen, schafft ihr es auch! Löst euch von eurem tradierten Rollenverständnis, lernt, bildet euch und wenn ihr dumm angemacht werdet, wehrt euch! Schickt eure Kinder zur Schule und geht selber in Bildungswerke. Unterhaltet euch mit Frauen anderer Kulturen. Geht einer Erwerbstätigkeit nach, verdient euer eigenes Geld. Organisiert euch gewerkschaftlich. Unterstützt nach Kräften eure Töchter und Söhne, die ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben führen wollen. Lasst euch das Paschatum mancher euer Männer und Söhne nicht länger gefallen.

Das ist gelebter Feminismus, finde ich. So sollte es sein. Wenn der/die ImamIn das unterstützt und den Männern dahingehend ins Gewissen redet, ist es gut. Wenn nicht, ist er/sie zumindest für die Frauen nicht akzeptabel und sie sollten aktiv ihren Einfluss geltend machen, um eine religiöse Wende herbeizuführen.” so Stadtrat Heinze in seinem Anschreiben.

Eine Antwort des Beirates steht noch aus.

Montag, 1. März 2010

FDP frisst Kreide

Den Verlautbarungen der FDP zu folgen, ist immer interessant. Nun sehen sie offenbar ihre Felle davonschwimmen und mahnen "Sachlichkeit" an. Sehr lustig, wenn man Faigles Mannen die letzten Wochen im Stadtrat erlebt hat.

Warten wir es mal ab. Für die "soziale Stadt" ist alles besser als eine FDP-Beteiligung. Gilt übrigens auch im Maximilianeum und im Reichstag.