" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Samstag, 30. Oktober 2010

Islam is the Solution

Ein antiimperialistischer Genosse des KV Dachau veröffentlichte diese sanfte Warnung vor möglicherweise parteischädigendem Verhalten. Er ist, deutlich erkennbar, ein Anhänger der sanften, friedlichen, bewußtseinserweiternden Religion Islam, ein Free-Gaza-Aktivist und ein humanitärer Helfer unterdrückter Völker. Er war 2009 Direktkandidat der LINKE in Dachau.und bezieht sich dabei auf einen Artikel in der NRhZ.


Ein Kopftuch würde ihm auch nicht schlecht stehen, (zumal der Bart fehlt) um die notwendige "Unterwerfung unter Gottes Willen" deutlicher zu artikulieren. Burka geht nicht, weil dann der entschlossene Blick nicht rüberkommt. Aber alles in allem durchaus 
10 Punkte in der Pflicht, 8,5 Punkte in der Kür. Da können sich manche der lokalen Islam=Friedensgrößen eine Scheibe abschneiden.


As-Salamu Alaykum, Genosse! (Bilder anklicken zum vergrößern)




Freitag, 29. Oktober 2010

Ahmed, the Palestinian burning- flag salesman

Es wird noch mehr Ehrenmorde geben

Die Autorin und Journalistin Güner Balci über Zwangsheiraten mitten in Deutschland, Thilo Sarazzin und die Feigheit von Politikern.

Wo sind eigentlich all die Politiker, die sich dafür einsetzen müssten?
Die schweigen aus Angst, als Rassisten zu gelten. Wobei diese Angst der eigentliche Rassismus ist. Weil man diese Apartheid einfach akzeptiert und es sich bequem macht, indem man «diese anderen» zwar bemitleidet, aber immer auch marginalisiert, indem man zum Beispiel muslimische Frauen und Mädchen nicht als gleichberechtigten Teil der Gesellschaft ansieht. Alle sind empört, wenn in Afghanistan die Frauen entrechtet werden, aber sie wollen nicht wahrhaben, dass bei ihnen um die Ecke ähnliche Dinge passieren. Es geht um die Existenzrechte von Frauen, wenn da eine Gruppe der Meinung ist, Frauen dürften sich nicht alleine in der Öffentlichkeit bewegen, müssten sich verhüllen und verstecken. Das geht uns was an, auch wenn wir nicht betroffen sind.  ->Weiterlesen

Freitag, 22. Oktober 2010

Religion vs Science

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Robert-Kurz-Veranstaltung (Israel und die Linke) nun als Audiofile

Radio Z hat es aufgenommen, leider ist nur die ersten eineinhalb Stunden Referat im Audioarchiv, nicht die spannende Stunde Diskussion danach.
Hier kann man es bereits runterladen: -> Runterladen


Nun kann sich jeder, der nicht dabei war, ein eigenes Bild machen.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Er hat Alkohol getrunken. Im Land des "moderaten Islam" Indonesien

ACHTUNG!   Ich habe nur die ersten zwei Minuten "überlebt" 

"Ich teile nicht die Meinung, dass die Scharia und das Grundgesetz sich widersprechen würden. Ich halte beide miteinander für kompatibel. Die Religion ist für die Muslime sehr wichtig und es ist normal, dass sie ihr Handeln versuchen islamisch zu legitimieren." Burhan Kesici, Generalsekretär des Islamrates in Deutschland






ENTWEDER BRODER 2

“Entweder Broder”-Trailer. Serienstart: 7. November, ARD.
mit Henryk M. Broder und Hamed Abdel - Samad
-> Trailer hier


und auch interessant: 

Von der Muslima zur Atheistin



 




Freitag, 15. Oktober 2010

Das Schweigen der Schulen über Deutschenfeindlichkeit

Zu lange wurde geduldet, zu lange auf multikulturelle Beschwörungsrituale gesetzt, zu lange die Debatte vermieden und das Problem rhetorisch verbrämt: Es gibt einen Rassismus muslimischer Schüler in sozialen Brennpunkten gegen alle, die anders sind. Von Regina Mönch

Hisham Abu Varia ist der erste arabisch-israelische Offizier der israelischen Armee

His best friends cut ties with him, his fiancé left him and he still gets cursed in the street. But Hisham Abu Varia does not regret becoming the first Arab-Israeli IDF officer. 'You must give back to the country you live off,' he says ->Weiterlesen

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Die LINKE und der Laizismus

Die Partei DIE LINKE hat mit der Debatte um ihr Grundsatzprogramm begonnen, das sie im Herbst 2011 beschließen will. Ein erster Höhepunkt dieser Debatte soll ein bundesweiter Programmkonvent am 7.November dieses Jahres in Hannover sein. ND begleitet die Debatte mit einer Artikelserie. 


Heute: Raju Sharma vermisst eine aussagekräftige Positionierung zur Frage der Religion im Programmentwurf der LINKEN.
Der Jurist, Bundestagsabgeordnete und Bundesschatzmeister seiner Partei streitet für eine konsequente Umsetzung des laizistischen Prinzips, der Trennung von Staat und Kirche, das wirkliche Religionsfreiheit erst ermögliche." ->Weiterlesen

Fremdschämen für ErlangerInnen

Nun ist erstmals ist nachgewiesen, dass Fr. Dr. Schiffer ihre Behauptungen rund um die sog. Islamophobie aus dem Stegreif postuliert. In seltener Ehrlichkeit  reagiert sie auf eine kritische Nachfrage zu einem ihrer Artikel mit den Worten:

"Ehrlich gesagt kann ich gar nicht belegen, ob die Richtung, die ich dem Wirken des antiislamischen Spins gebe, so stimmt – aber da ich ja viel von Muslimen rezipiert werde, habe ich das einfach – strategisch– so beschlossen.“"

Siehe: http://www.hagalil.com/archiv/2010/10/13/medien-3/

So weit, so ehrlich. Hat man da noch Worte? Sie gibt offen zu, dass sie die Ergebnisse ihrer "Studien" schon fertig hat, bevor sie überhaupt anfängt! Sie manipuliert praktisch "sicherlich" (huste, huste) die öffentliche Meinung! Medienverantwortlich, kann man da nur sagen.

Ein/e andere/r Erlanger "AntizionistIn" hat ebenfalls einen IQ von Aussentemperatur. Gibt er/sie doch in einem Kommentar bei haolam zu, die Plakate zerstört zu haben (und auch mit Hakenkreuzen versehen?) Siehe
hier: http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=3244

und unten bei den Kommentaren lesen.
Nun habe ich die Kontaktdaten angefordert und  gestern eine weitere Anzeige (wegen der Hakenkreuze) bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Die erste Anzeige (Sachbeschädigung) wurde ja eingestellt,
weil kein/e Täter/in zu ermitteln war.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

David Grossman: Die einzige Freiheit ist die des Beschreibens

Mithilfe der Literatur aus dem Exil des Unglücks zurückkehren: Der israelische Schriftsteller David Grossman verlor seinen Sohn 2006 im Libanonkrieg.

In einem andauernden Konflikt Mensch zu sein bedeutet vor allem: hinschauen, sagt der israelische Dichter David Grossman in seiner hier abgedruckten Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels  ->Weiterlesen

Dienstag, 12. Oktober 2010

Für Pauschalumarmer und Sozialromantiker

"Ich finde es verständlich, wenn Menschen, die keineswegs der rechten Szene zugehören, Angst vor Islamisierung haben.“ Und weiter: „Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.“ Dr. Ezhar Cezairli


Von wegen Integration - Türken in Deutschland

Montag, 11. Oktober 2010

Die neuen Jakobiner (des politisch Korrekten)

Der Gesinnungsterror der politisch Korrekten ist eine Feind-Erklärung: Er stellt jeden liberal Denkenden in seiner Existenz in Frage. ->Weiterlesen

Auf dass wir endlich nach Hause kommen

Der israelische Schriftsteller David Grossman ist in Frankfurt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Auszüge aus seiner Dankesrede ->Weiterlesen


The Jewish Republic of Israel: 
Swearing an oath to a Jewish state will decide its fate. It is liable to turn the country into a theocracy like Saudi Arabia.  By Gideon Levy

Sonntag, 10. Oktober 2010

Bizarres "Engelwerk" feiert Anerkennung durch Papst

Schwarze Katzen, Dämonen und Weiherituale: Das "Opus Angelorum" bietet Stoff für einen Kirchen-Krimi. Den Papst stört das offenbar nicht. – in Schondorf am Ammersee, in Altötting, Marienfried und Wigratzbad in der Diözese Augsburg, selbst im Kloster Plankstetten (Oberpfalz), als dort der heutige Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke noch Abt war.
 ->Weiterlesen


HILFE! SIE KOMMEN!!!


Papst will ungläubiges Europa christianisieren. Dafür gründet der Papst eigens ein Ministerium.

Antisemitismus in Erlangen

Neben dem hervorragendem Erfolg der Robert-Kurz-Veranstaltung mit über 150 Besuchern gibt es auch leider negatives zu sagen. Es musste wegen Vandalismus ständig nachplakatiert werden. Manche Plakatständer haben mittlerweile 3 Schichten übereinander.
Wie man an den Aggressionen  gegen die Plakate sieht, ist die Thematisierung des Antisemitismus (auch in Erlangen!) dringend notwendig.

Mittlerweile habe ich auch Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt, wegen Sachbeschädigung. Beim Abbauen fielen uns am Samstag auch Hakenkreuzschmierereien auf. Da sind wir noch am überlegen, ob und wie wir das thematisieren.










„Wie hältst du es mit Israel?“  Die Deutschen, die Linken und ein besonderer Staat. Eine Replik auf Robert Kurz.  von Reinhart Pablo Esch

Heinze vs. Richter - gerichtliche Klärung wohl unvermeidbar

Als der Erlanger Jusochef Dr. Richter mir im Juli in Mails an verschiedene Verteiler vorwarf:"dass Heinze auch schon einen gegen einen antirassistischen Appell des DGB gerichteten Aufruf der rechtsextremen Organisation „Pax Europa“ aus dem Umfeld von „Pro NRW“ beworben hat,forderte ich von ihm eine Gegendarstellung.


Nachdem jegliche Kommunikation von seiner Seite abgelehnt wurde, schaltete ich einen Anwalt ein. Daraufhin wurde auch Dr. Richter aktiv, ließ sich von den Jusos Rechtsschutz geben und unterbreitete einen Vergleichsvorschlag zur gütlichen Einigung. Er war bereit, seine Aussagen weitgehend zurückzunehmen. Es wurde meinerseits für die Zeit der Vergleichsverhandlungen Stillschweigen und keine weiteren Einlassungen angeboten und eingehalten. 


Nun hat Dr. Richter wieder zugeschlagen. Wieder behauptet er in Mailverteilern, ich mache Werbung für ein Buch aus der rechtsextremen Ecke. Er bezeichnet darin die Bürgerbewegung "Pax Europa" als "rechtsextreme Organisation "Pax Europa". Zusätzlich thematisiert er interne Verhandlungen bezüglich unserer anwaltlichen Bemühungen.


Deswegen sehe ich mich nicht mehr an meine Zusage des Stillschweigens über die Vorgänge rund um Dr. Richter gebunden und werde in geeigneter Weise politisch, juristisch und publizistisch tätig werden. 

Samstag, 9. Oktober 2010

Wie blind sind unsere Politiker eigentlich? - Kommentar von Michael Schmidt-Salomon

"Die unsägliche Rede des Bundespräsidenten zum Tag der Deutschen Einheit sollte, wie ich meine, von säkular denkenden Menschen als Weckruf verstanden werden: Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass Politik über unsere Köpfe hinweg gemacht wird. Sorgen wir also dafür, dass Politiker an die Macht kommen, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen sind! "

Quelle: http://hpd.de/node/10406

Freitag, 8. Oktober 2010

Heimspiel für Robert Kurz

Mehr als 150 Besuchern saßen dichtgedrängt im großen Saal des Dreycedernhauses, als der Nürnberger Publizist Robert Kurz seinen Vortrag über "Israel und die Linke"hielt. Einige Interessenten mussten auch im Eingangsbereich stehen, weil einfach kein Platz mehr war. Die Moderation übernahm Dieter Stolpe, Kreisvorsitzender der Erlanger Linkspartei bis 2008. Robert Kurz schlug in seinem Referat eine großen Bogen von der Geschichte der Judenverfolgung bis hin zum modernen Antisemitismus und verband das mit einer dezidierten Kapitalismusanalyse.

Es gebe nun offenbar einen Skandal, der größer ist als Unterdrückung,Krieg und Gewalt schlechthin, nämlich den Skandal der Existenz Israels als schwer bewaffneter Macht. Man habe sich über Jahrhunderte daran gewöhnt, dass Juden nackt und wehrlos auf ihren Abtransport warten. Dass es nun aber Juden sind, die ihre Feinde bombardieren und aus Panzerkanonen beschießen, erzeuge anscheinend eine andere Qualität des
moralischen Ekels, die sich weit vor jeder historischen Einordnung des Konflikts manifestiere. „Die Kurden haben das Pech, dass sie nicht von Israel unterdrückt werden“. Genauer könne man die einseitige Beurteilung israelischer Politik durch die Weltöffentlichkeit nicht auf den Punkt bringen. Viel Beifall brachte seine Forderung nach Israelsolidarität, gerade unter den Linken.

"Der Nahost-Konflikt steht stellvertretend für den unausgegorenen Selbstwiderspruch einer Linken, die ihrer Verunsicherung nicht auf den Grund gehen will und insgesamt von der stets verleugneten Krisendynamik überrollt wird. Eine räudig gewordene linke Ideologie projiziert in die Machtgebilde von Hamas und Hisbollah krampfhaft eine „soziale“ Qualität hinein; bis hin zu Äußerungen, die in der Hamas wählenden Bevölkerung von Gaza oder in dem Regime selbst sogar die „Pariser Kommune“  wiedererkennen wollen. Eine schlimmere Verblendung
ist kaum denkbar; aber die historischen Analogieschlüsse werden eben umso hemmungsloser, je mehr sie nur noch gefühlsmäßig auf die Ausweglosigkeit des eigenen Denkmusters reagieren." so Kurz

So werde auch die Situation von  Millionen palästinensischen Flüchtlingen in den Lagern der arabischen "Brudervölker" nicht zur Kenntnis genommen. Teilweise schon in dritter Generation werden ihnen
Staatsbürgerschaft, Berufsausbildung, Arbeitserlaubnis und Reisefreiheit verwehrt. Statt dessen werden sie auf eine "Rückkehr" konditioniert in ein Land, das viele von ihnen noch nie gesehen haben. In der anschließenden spannenden und kontroversen Diskussion kochten die Emotionen teilweise recht hoch.

Organisator Frank Heinze abschließend im Namen der Veranstalter: "Wir sind überwältigt vom Interesse an diesem doch sehr speziellen Thema. Ganz große Klasse, wie Robert Kurz es in der kurzen Zeit von zweieinhalb Stunden geschafft hat, dieses komplexe Thema verständlich abzuhandeln. Es muss gerade bei uns Linken offen diskutiert werden können, warum Linke sich handgemein machen mit religiösen Fundamentalisten und zumindest billigend in Kauf nehmen, Terrororganisationen wie HAMAS zu unterstützen und damit die Existenz Israels und der Juden gefährden." Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema sind in Planung.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Gehören wir Ungläubigen auch dazu?

"Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland", sagte Christian Wulff in seiner Bremer Ansprache. Henryk M. Broder und Reinhard Mohr meinen, das sei gut gemeint, mache die Sache aber nicht besser. -> Weiterlesen

Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Terroristen haben gewonnen

Bei US-amerikanischen Zeitungen geht extreme Angst vor militanten Muslimen um. Welche bizarren Formen die Furcht vor möglichen Reaktionen religiöser Fanatiker mittlerweile angenommen hat, wurde vor kurzem vom Cartoon-Zeichner Wiley Miller aufgezeigt. Sein harmloser Cartoon enthielt die einfache Frage „Wo ist Mohammed?“ Grund genug für zahlreiche Redaktionsleiter, den Cartoon des populären Zeichners Wiley Miller durch „harmlosere“ Bildergeschichten zu ersetzen. Miller stellte zu diesem Fall der Selbstzensur fest: „In der Tat, die Terroristen haben gewonnen.“ ->Weiterlesen

P.S. nett, heute gelesen: Bündüspräsident ;-))
P.P.S. not in my Name, Mr. President: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Montag, 4. Oktober 2010

"Gott kann man nicht bestreiken"

"Warum sollen sich die Betreiber diakonischer Einrichtungen durch niedrige Löhne einen Wettbewerbsvorteil sichern dürfen?", fragt Gewerkschaftssekretär Niko Stumpfögger, bei ver.di für die Koordination der Aktivitäten bei der Diakonie zuständig. -> weiterlesen




P.S. Danke für den 2000sten Besucher in diesem Jahr!

Ohne Worte

Sonntag, 3. Oktober 2010

Verfahren gegen Personalratsvorsitzenden Ehnes

Klinikum will die fristlose Kündigung


Die zwischen Personalrat und Universitätsklinikum seit Jahren schwelenden Konflikte haben einen neuen Höhepunkt erreicht: Über das Verwaltungsgericht Ansbach will die Klinikumsspitze die fristlose Kündigung ihres Personalratsvorsitzenden Hajo Ehnes durchsetzen.

ERLANGEN — Ehnes ist als äußerst streitbarer Verfechter von Mitarbeiter-Interessen bekannt. Der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger ist im Klinikum seit 1984 beschäftigt, seit 1987 ist er als Personalrat freigestellt. Personalratsvorsitzender ist er seit 1999. In den vergangenen Jahren setzte sich ver.di-Mitglied Ehnes vehement für die Interessen der Beschäftigten ein und schlug dabei durchaus scharfe Töne an. Wiederholt kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Uni-Klinikum.

Der jüngste Konflikt zieht sich erneut seit Wochen hin. Wie es von Seiten des Klinikums heißt, habe Ehnes „unter anderem seinen Arbeitgeber und die Leiterin der Personalabteilung mehrfach schwer beleidigt. Gespräche über sein Fehlverhalten und mehrere Abmahnungen hatten keine Wirkung gezeigt“.

An der Spitze des Uni-Klinikums drang man daraufhin auf eine fristlose Kündigung, um sich des schwierigen Kontrahenten zu entledigen. Da aber Ehnes aufgrund seiner Funktion weitgehenden Schutz genießt, kann er im Zuge einer außerordentlichen Kündigung nur entlassen werden, wenn zuvor der Personalrat zustimmt.

Geschlossenes Nein

Das 21-köpfige Gremium lehnte dies jedoch vor Wochen geschlossen ab. Das Klinikum ging daraufhin den nächsten, vom Personalvertretungsgesetz auch so vorgesehenen Schritt und wandte sich Ende August an das Verwaltungsgericht in Ansbach. Dieses kann, wenn es denn zur entsprechenden Ansicht gelangt, die fehlende Zustimmung des Personalrates quasi „ersetzen“ und so die Kündigung auf den Weg bringen. Ehnes bliebe dann der Gang vor den Verwaltungsgerichtshof bzw. vor das Arbeitsgericht, um seine Stelle zu retten.

Bislang hat Ansbach jedoch noch keinen Verhandlungstermin festgesetzt.

Aktiv geworden ist dagegen die Gewerkschaft ver.di, die gestern an die Öffentlichkeit ging. Der für das Klinikum zuständige Gewerkschaftssekretär Hans-Christian Kleefeld monierte, dass durch diese Aktion „ein unbequemer Personalrat und enga- gierter ver.di-Funktionär“ abgesägt werden solle. Dies sei ein Angriff auf einen kritischen Personalrat. Ver.di-Mann Kleefeld: „Durch diese Art des Umgangs mit innerbetrieblichen Konflikten stellt sich das Uni-Klinikum ein Armutszeugnis ohne Beispiel aus.“ Die geplante Kündigung solle sich ausschließlich darauf stützen, dass Ehnes eine zugespitzte Wortwahl gewählt habe. Dabei sei seit langem durch die Rechtsprechung geklärt, dass der Umgangston zwischen Personalräten und Arbeitgeber durchaus schärfer als zwischen Untergebenen und Vorgesetzten sein dürfe.

Dies müsse auch so sein, damit „Personalräte auf gleicher Augenhöhe verhandeln können“, sagte Kleefeld gestern gegenüber den EN.

Bundesvorstand kommt

Am kommenden Dienstag will die Gewerkschaft zur Auseinandersetzung nochmals öffentlich Stellung beziehen. Dazu wird mit Ellen Paschke sogar ein Bundesvorstandsmitglied von ver.di nach Erlangen kommen.

Ehnes, der sich privat für die Linke engagiert und bei den jüngsten Landtags- und Bundestagswahlen als Kandidat angetreten war, gab gestern zu den Vorgängen keine Stellungnahme ab. GERLINDE GUTHMANN

Copyright (c)2010 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 02.10.2010

Freitag, 1. Oktober 2010

GEW beklagt Deutschenfeindlichkeit in Schulen

Deutschenfeindlichkeit in Schulen

Über die Ursachen einer zunehmenden Tendenz unter türkisch- und arabischstämmigen Jugendlichen von Andrea Posor und Christian Meyer, Ausschuss für multikulturelle Angelegenheiten ->Weiterlesen


Der Leiter der Petersen-Schule, Dietmar Pagel, hält den Begriff der „Deutschenfeindlichkeit“ allerdings für „unpassend und unproduktiv“. Die betreffenden muslimischen, wenn nicht gar „islamistischen“ Schüler richteten sich nicht nur gegen Deutsche, sondern auch gegen Juden und Amerikaner und alle, die nicht streng muslimisch seien.

Dass es „Deutschenfeindlichkeit“ gebe, „müssen auch Gewerkschafter akzeptieren, die politisch korrekt die Augen verschließen wollen“, sagt Unverzagt, die an der Otto-Hahn-Gesamtschule arbeitet. ->Weiterlesen

Folgenschwere Fehlentwicklung: Die Berliner Lehrergewerkschaft warnt vor den Folgen des Erziehungsnotstands in muslimischen Familien. Die Schulbehörde warnt im Gegenzug Lehrer vor „moralischer Überwältigung“ mit westlichen Freiheitswerten. ->Weiterlesen