" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Freitag, 31. Dezember 2010

Sabotage! Erdogan und die Probleme mit den Kurden

Nachdem sich Herr Erdogan die Unterstützung bedrohter Minderheiten in anderen Ländern auf die Fahne geschrieben hat (und 2010 eine ganze Flottille an Narrenschiffen mitsamt LINKE-MdBs auf dem Frauendeck gen Gaza schickte), bekommt er nun große Problem mit Minderheiten im eigenen Land. Die prokurdische Partei für Frieden und Demokratie (BDP) hat sich erdreistet, die Sprachenfrage auf die Tagesordnung zu setzen. Sie fordert Unterricht in Kurdisch von der Grundschule bis zur Universität.


Donnerstag, 30. Dezember 2010

weil wir gerade beim Thema sind: "The Three Terrors"

"Apartheitsstaat Israel"

ein demokratischer Vorgang in einem demokratischen Land, wenn ein jüdischer Staatspräsident von einem arabischen Richter verurteilt wird:


http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Ein-aussergewoehnliches-Urteil-article2261046.html


By the Way, 2.426.902 Schmocks like:


Mittwoch, 29. Dezember 2010

Kaveh - Nur ein Augenblick? Antwort auf Harris

neulich machte ich auf ein Video von HARRIS zur Integrationsdebatte aufmerksam. Nun gibt es ein Diss von Kaveh:





Die islamische Bewegung ist für verschiedenste Lager von Links bis Rechts höchst attraktiv

…anders kann man sich das nicht erklären, mit welcher Bereitwilligkeit verschiedene politische Lager so willig sind, zivilisatorische und hart erkämpfte Standards der Aufklärung zugunsten von islamischen Wünschen über Bord zu werfen. Von Links bis Rechts, von Rinks bis Lechts. Jeder hat was davon. Das ganze Islam- und Djihad-Ding befriedigt alle Sehnsüchte.


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Dienstag, 28. Dezember 2010

Der Fall Sarrazin: Die Linke schafft sich ab

Thilo Sarrazins Thesen spalten vor allem die Linke. Sie hat sträflich versäumt, die Folgen der Zuwanderung zu diskutieren. Kein Wunder, denn der Linken ging es niemals um die Migranten.
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Was sagt Mehmet Scholl zu Sarrazin?

Die Antwort ist: nichts. Die meisten Deutschen mit türkischer Familiengeschichte beteiligen sich an der Integrationsdebatte nicht. Sie sind schon integriert, fühlen sich aber als Minderheit.  Von Danyal Bayaz
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Yasar Kiray kommentiert:

Ergänzend kann ich nur sagen, daß die von ihm genannte Gruppe diese Art von populistischen Debatten (eher Scheindebatten) von Beginn an für heuchlerisch hielt und es auch satt war, sich darüber aufzuregen. Vielen war es zu Beginn dieses schlecht geführten Theaterstücks klar, dass es am Ende weniger Gewinner aber viele Verlierer geben wird, wobei zu den Gewinnern sich zweifelsohne Sarrazin und sein Verlagshaus zählen dürfen. Verlierer waren und bleiben die Zielgruppen, über die am meisten mal als Opfer, mal als Täter manchmal bemüht intellektuell philosophiert wurde.  Interessant war jedoch bei dieser Scheindebatte die Medienlandschaft zu beobachten. Während FAZ zu den Wenigen gehörte, die sich sachlich mit diesem Brennpunkt beschäftigten, überboten sich einige Zeitschriften dabei noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Aus dem Grund habe ich auch mein Abo beim Focus gekündigt. Als einer der sog. „Mehmet-Scholl-Türken“ war das mein bescheidener Beitrag zu dieser selten ehrlich geführten Debatte. Allen, die aber damals doch gut gemeint haben und sich heute eher enttäuscht fühlen (Thema inzwischen wieder eingetütet), empfehle ich das wirklich gut gemeinte Buch „Die Verantwortlichkeit der Intellektuellen“ von Noam Chomsky.

Der militante Judenhass in Europa hat nur die Färbung gewechselt, nicht die mörderische Substanz. Die Gewalttäter gerieren sich als Opfer des "Zionismus".

Nicht „Islamophobie“ ist der Antisemitismus des 21. Jahrhunderts, sondern – der Antisemitismus.


Kommentar:
Der heute grassierende Antisemitismus wird von vielen praktischerweise - da medial gut aufbereitet - an der Palästinenserfrage ausgefällt. Ironischerweise beginnt für viele die Zeitrechnung in dieser Sache mit dem Sechstagekrieg 1967, der dann praktischerweise in den Themenkatalog der 68er mit aufgenommen wurde. Es wäre für eine unvoreingenommene Betrachtung und Diskussion dieses Konflikts aber geboten, diesen Zeithorizont noch einmal 80-100 Jahre zurückzuversetzen.
Auf diese Weise lässt sich auch die Debatte "Wer ist Täter - wer ist Opfer" in realistische Grössenordnungen einteilen. Ausserdem müsste der historische Frageansatz "Wer hat wann auf wen geschossen?" dringend durch soziokulturelle und ökonomische Analysen ergänzt werden.

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Montag, 27. Dezember 2010

Samstag, 18. Dezember 2010

Graue Wölfe in Fürth stoppen!

Die Zivilgesellschaft darf sich nicht finanziellen Erwägungen unterordnen, wenn es um den Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geht. 

Wir rufen auf zu einer Mahnwache am 25.12.2010 ab 16.00 Uhr vor der Stadthalle Fürth (Rosenstr. 50)



Für die Organisation,
Stadtrat Frank Heinze, Stadtrat Ulrich Schönweiß
DIE LINKE, Erlangen und Fürth

http://nazistop-fuerth.blogspot.com/


In Bielefeld haben die Grauen Wölfe offenbar den Ausländerbeirat unterwandert:

Freitag, 17. Dezember 2010

Die Mauer muss weg!

Köln: Mit der in extremer Einseitigkeit gegen Israel gerichteten Dauerdemonstration sind nach unserer Auffassung die Grenzen der Meinungsfreiheit in einer Stadt, die für Toleranz und Frieden steht, schon lange überschritten. 
Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses gegen ein Volk, das wie kein anderes Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurde und dessen Existenzrecht als Staat nach wie vor von vielen Kräften in der Region nicht anerkannt wird. Sie verunglimpft die Klagemauer in Jerusalem, das religiöse Zentrum des jüdischen Volkes. -> Lesen


Na endlich!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Zions peinliche Freunde

Was tun, wenn sich Europas Rechtsradikale plötzlich proisraelisch geben?
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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Stadt Fürth akzeptiert Veranstaltung der faschistischen „Grauen Wölfe“ in der Stadthalle

Die Veranstaltung der extrem rechten  „Türkische Föderation“ darf am 25. Dezember in der Fürther Stadthalle stattfinden. Der Stadtrat hat sich damit gegen eine Kündigung des Vertrages mit dem Tarnmieter „Bezim Ocak“ ausgesprochen, zu Kostenintensiv könnte dies sein.  

Die „Türkische Föderation“ ist der deutsche Ableger der extrem rechten, türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), deren Mitglieder sich als „Graue Wölfe“ bezeichnen . Die „Grauen Wölfe“ dienen als Sammelbecken türkischer NeofaschistInnen. Zeitweise waren sie in der Türkei als Kommando-Einheiten der MHP präsent und sind verantwortlich für Mord und Terror vor allem gegen türkische und kurdische Linke. Aber auch in Deutschland verübten die „grauen Wölfe“ Morde und Anschläge. Das bekannteste Beispiel für diesen Terror ist der Mord an dem Lehrer und Gewerkschaftler Celattin Kesim in West- Berlin am 5. Januar 1980. Und auch heute noch haben türkische und kurdische Linke in Deutschland mit Hetze und Übergriffen durch türkische NeofaschistInnen zu kämpfen.

Für die Weihnachtsfeiertage plant die „Türkische Föderation“ in mehreren Städten Propagandaveranstaltungen. Das sogenannte „Folklorefest“ in Fürth, zu dem circa 1000 TeilnehmerInnen erwartet werden, sorgt dabei für besonderes Aufsehen,  da es in städtischen Räumen stattfindet. 

Außerdem hatte sich der Fürther Stadtrat erst im September einstimmig dafür ausgesprochen, dass „Gastronomen keine Räumlichkeiten an solche Organisationen oder Personen vermieten oder anderweitig zur Verfügung stellen, die offensichtlich der rechtsextremen Szene angehören.“   

In der Stadtratssitzung am Mittwoch den 15. Dezember stimmten sämmtliche Stadtratsmitglieder einem Antrag der Grünen zu, sich von der Veranstaltung  und den „Grauen Wölfen“ zu distanzieren und in Zukunft solche Veranstaltungen zu unterbinden.   
Allerdings wurde ein Antrag des Stadtrats „Der Linken“, Ulrich Schönweiß, der die sofortige Kündigung des Vertrages mit „Bezim Ocak“ forderte, abgelehnt. Einzig Ulrich Schönweiß und der ehemalige Linken Stadtrat Mohamed Younis sprachen sich für die Kündigung aus. Die restlichen Stadträten folgten somit der Argumentation des Rechtsreferenten Maier, der betonte, dass eine Kündigung durch Schadensersatzforderungen sehr teuer werden könnte.   

„Die Entscheidung des Fürther Stadtrats konterkariert das unermüdliche Engagement von AntifaschistInnenen und Nazi-GegnerInnen in Fürth. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Fürth auf der einen Seite versucht, Wirte dazu zu bewegen FaschistInnen keinen Räume zu geben und auf der anderen Seite lässt sie es zu, dass eine nationalistische Propagandaveranstaltung in einem städtischen Gebäude stattfindet. Das ist auch nicht durch ein Kostenrisiko zu rechtfertigen!“ so ein Sprecher der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF).  „Wir werden dieses Thema weiter im Auge behalten und uns demnächst auch, der scheinbar dringend erforderlichen, Aufklärungsarbeit über türkische faschistische Gruppierungen zuwenden“ kündigt der Sprecher der ALF weiter an.   

Den Stalinismus in seinem Lauf ...

"Parteischädigendes Verhalten", eine Diskussion zu Tendenzen in der LINKE


"Demokratie im Betrieb", eine Zusammenfassung -> Lesen


Demokratisierung der Demokratie - gilt auch in der LINKEN ->Lesen


Den Stalinismus in seinem Lauf ...  über Tendenzen in unserer Partei -> Lesen


„debattieren statt durchregieren“ -> Lesen

Dienstag, 14. Dezember 2010

Die Erfindung der Islamophobie

Spricht man von "Liberalophobie" oder "Sozialistophobie", wenn jemand gegen die Verteilung von Reichtümern oder die Herrschaft des Marktes eintritt? Oder sollten wir den 1791 von der Revolution abgeschafften Straftatbestand der Blasphemie wieder einführen, wie es Jahr für Jahr von der "Organisation der Islamischen Konferenz" sowie dem französischen Politiker Jean-Marc Roubaud gefordert wird, der schlechthin jeden bestrafen will, "der die religiösen Gefühle einer Gemeinschaft oder eines Staates herabsetzt"?  -> Weiterlesen

Eine gute Kritik dieses Aufsatzes kommt von  Alan Posener:  "Die Islamophobie und ihr Kritiker" -> Lesen


und hier ein Blog dazu: „Islamophobie ist der neue Antisemitismus“, „Menschenrechtsfundamentalisten sind wie Taliban“, und wozu diese ganzen grotesken Vergleiche nützlich sind -> Lesen

Sonntag, 12. Dezember 2010

Landesparteitag der bayerischen LINKE, 11.12.2010

Zitat aus einem Pressebericht:


"Politische Sachthemen spielten auf dem Parteitag keine Rolle."


Mehr muss man dazu nicht wissen. Es kracht nicht nur in Bayern. In Bezug auf die laufende Programmdebatte hier ein Interview mit der LINKEN-Vize Katja Kipping:

„Die Art und Weise, wie Klaus Ernst an die Programmdebatte herangeht, macht aus der Debatte eine Farce.“


Problematisch ist, dass allein Erwerbsarbeit als Quelle von gesellschaftlichem Reichtum angesehen wird. „Der dem Programmentwurf zugrunde liegende Arbeitsbegriff ist zu erweitern, so dass er auch die Bereiche der Reproduktionsarbeit, der politischen Einmischung und der Selbstentwicklung umfasst.“ Dieser Antrag ging auf eine einmütige Resolution der Bundesfrauenkonferenz zurück. Quelle

Antifaschistischen Linke Fürth [ALF]


Durch Medienberichte wurde am Freitag bekannt, dass die nationalistische „Türkische Föderation“ für den 1. Weihnachtsfeiertag ein „Folklorefest“ in der Fürther Stadthalle plant. Die „Türkische Föderation“ ist der deutsche Ableger der extrem rechten, türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), deren Mitglieder sich als „Graue Wölfe“ bezeichnen . Die „Grauen Wölfe“ dienen als Sammelbecken türkischer NeofaschistInnen. Zeitweise waren sie in der Türkei als Kommando-Einheiten der MHP präsent und sind verantwortlich für Mord und Terror vor allem gegen türkische und kurdische Linke. Aber auch in Deutschland verübten die „grauen Wölfe“ Morde und Anschläge. Das bekannteste Beispiel für diesen Terror ist der Mord an dem Lehrer und Gewerkschaftler Celattin Kesim in West- Berlin am 5. Januar 1980. Und auch heute noch haben türkische und kurdische Linke in Deutschland mit Hetze und Übergriffen durch türkische NeofaschistInnen zu kämpfen. 
Gleichzeitig haben es gerade in Deutschland die Betroffenen der Hetze und Gewalt türkischer NationalistInnen besonders schwer. In den letzten Wochen kam es in dem Fall der 18-Jährigen Leyla aus Nürnberg zu Protest gegen die städtische und staatliche Praxis gegenüber hier lebenden KurdInnen. Die junge Frau, die seit ihrem elften Lebensjahr in Deutschland lebt, soll abgeschoben werden, weil sie angeblich eine Gefahr darstellen würde. Der Beweis: Im Alter von 14 Jahren soll sie eine verbotene Parole gerufen und an mehreren Demonstrationen der in der Türkei und hier massiv unterdrückten kurdischen Bewegung teil genommen haben.
Das die Stadt keine Veranlassung sieht die neofaschistische Veranstaltung in der Stadthalle zu verhindern, sieht man am Statement des Rechtsreferenten Maier: „theoretisch wäre der Vertrag (...) kündbar.“, doch einerseits hat die Stadt anscheinend kein Problem mit den extremen Rechte, bei denen es bisher zu keinen „Auffälligkeiten gekommen wäre“, andererseits scheut sie ein eventuelles finanzielles Risiko.
„Dass NationalistInnen ohne genauer unter die Lupe genommen zu werden städtische Räume mieten können, ist an sich schon ein Skandal.“, so eine Sprecherin der Antifaschistischen Linken Fürth [ALF]. „Und wenn nicht mal bei Bekanntwerdens der menschenverachtenden Inhalte dieser Vereinigung eine Absage an die FaschistInnen erfolgt, ist das eine Verhöhnung der Opfer neofaschistischer Gewalt hier, in der Türkei und überall.“ Die ALF kündigte zudem an, dass Thema weiter im Auge zu behalten: „Hier gibt es anscheinend erheblichen Nachholbedarf bei der Stadtspitze, was die Toleranz neofaschistischer Bewegungen und die Folgen angeht.“ Quelle: http://de.indymedia.org/2010/12/296136.shtml

Samstag, 11. Dezember 2010

Rechtsextremisten feiern ungehindert in Fürth?

Die als verfassungsfeindlich eingestuften «Grauen Wölfe» wollen über die Weihnachtsfeiertage Propagandaveranstaltungen in mehreren deutschen Städten abhalten. Die «Türkische Föderation», die als deutscher Ableger der türkischen nationalistischen Partei MHP und somit als Heimat der «Grauen Wölfe» gilt, plant, in Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen sogenannte «Folklorefeste» in München, Frankfurt, Essen, Sindelfingen und Fürth zu organisieren.«Es werden Sänger und Tanzgruppen auftreten, und es werden Bücher, CDs und türkische Fahnen verteilt werden», sagte Mustafa Saygaz von der «Türkischen Föderation».Für Aufsehen sorgt vor allem die Veranstaltung im bayerischen Fürth am 25. Dezember, zu der 1000 Besucher erwartet werden. Nach Ansicht von Experten für Rechtsextremismus hätte das Treffen verhindert werden können. Die Stadt hätte als Eigentümer der Halle die Unterschrift unter den Mietvertrag verweigern können, hieß es.

Trotz Bedenken von Verfassungsschützern und Rechtsextremismus- Experten wird am 1. Weihnachtsfeiertag in der Stadthalle Fürth ein „Folklorefest“ der nationalistischen „Türkischen Föderation“ stattfinden., Der Verein besitzt einen seit Juni gültigen Mietvertrag,  teilte Ordnungsreferent Christoph Maier mit,  den man nicht kündigen wolle. Andernfalls drohe der Stadt eine rechtliche Auseinandersetzung mit erheblichem finanziellen Risiko. (NN)

Kubilay Demirkaya, Integrationsbeauftragter der Kölner CDU über die "Grauen Wölfe" : "„Antisemiten, rassistisch, rechtsradikal, nationalistisch, haben diverse Feindbilder. Zu denen gehören Juden, Amerikaner, Europäer, Kurden, Israel. Also es ist schon eine gefährliche Mischung, die sich in Deutschland breitmacht."

Auch die CDU kungelt mit diesen Neofaschisten, die verschämt "Nationalisten" genannt werden. (
http://www.welt.de/politik/deutschland/article7211099/Tuerkische-Rechtsextreme-schleichen-sich-in-CDU.html) Käme jemand auf die Idee, NPD oder DVU oder REPS als "Nationalisten" zu bezeichnen?


Bisher ist die Linke auf dem rechten Auge blind, wenn es um
Extremismus, Nationalismus, Antisemitismus, religiöse Intoleranz und Rassismus geht, wenn er von Migranten oder ehem. Migranten kommt. 
Was wäre, wenn die NPD oder DVU sich dort treffen wollte, die halbe Stadt mit Kirchen, Gewerkschaften, LINKEn würde protestieren und blockieren. Aber jetzt? Nichts, Schweigen im Walde.

Kein Wunder, dass z.B. der bürgerliche Rassismus gegen Ausländer an sich so zunimmt und "DIE FREIHEIT" solchen Zulauf erhält. Da versagt die Linke (nicht nur die Partei) auf ganzer Linie.

Freitag, 10. Dezember 2010

Antrag „Palästinasolidarität“auf dem Landesparteitag der LINKEN in Bayern ablehnen


Antrag „Palästinasolidarität“auf dem Landesparteitag der LINKEN in Bayern ablehnen!

Auf dem Parteitag des Landesverbandes Bayern der Partei DIE LINKE am 11.12.2010 in Asbach-Bäumenheim beantragen Henning Hintze und Magdi Gohary unter Punkt 6 „Palästinasolidarität“, die sich in einem Aufruf zum Boykott gegen Produkte aus „illegalen Siedlungen“ in Israel ausdrückt.
Die Darstellung im Antrag wird der komplexen politischen Lage im Nahen Osten nicht gerecht. Einseitige Schuldzuweisung an israelischer Politik ohne Terrorakte, Raketenbeschuss und öffentlich bekannt gegebene Vernichtungsbestrebungen seitens diverser palästinensischer Gruppen zu benennen, geschweige denn zu kritisieren, läuft einer konkreten und zugleich differenzierten Konfliktbetrachtung zuwider.
Zugleich wird für die Zukunft ein „weiterer Krieg“ herbeigeredet, für den prophetisch allein Israel die Schuld zugeschrieben wird. -> Weiterlesen

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Juden in Holland fürchten um ihr Leben

Muslimische Jugendliche bedrohen Juden in den Niederlanden. In Amsterdam trauen sich Gläubige nicht mehr in die Synagoge. Ex-EU-Kommissar Bolkestein rät orthodoxen Juden sogar auszuwandern.

Jüdische Organisationen haben wiederholt auf den rasant wachsenden Antisemitismus hingewiesen. Der jüdische Professor Herman Lohnstein: ,,Es wird zu spät, zu lasch und zu wenig gegen den wachsenden Antisemitismus getan. Mir scheint, als hätten die marokkanischen Jugendlichen die Macht in unseren Straßen übernommen.“ Lohnstein ist auch Direktor der beiden jüdischen Schulen in Amsterdam: ,,Ich habe meinen Kindern verboten, dass sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Ich habe Angst, dass sie dort angegriffen werden.“
Im Amsterdamer Stadtteil West trauen sich die dort lebenden Juden nicht mehr in ihre Synagoge. Sie fürchten Anschläge. Sie halten ihre Gottesdienste in einem nicht als Synagoge erkennbaren Gemeindehaus ab. Aber auch dort können die Gottesdienste nur noch unter Bewachung stattfinden. An manchen Schulen, in denen islamische Jugendliche in den Klassen die Mehrheit bilden, wird inzwischen kein Unterricht über den Holocaust mehr gegeben. Viele Lehrer und Schulleitungen haben vor dem Protest der islamistischen Jugendlichen dagegen kapituliert. Quelle

Dienstag, 7. Dezember 2010

Auch LINKS nichts ohne Bischofssegen?

BERLIN. (hpd) Am 16. Januar 2011 will sich in München eine Landesarbeitsgemeinschaft "LINKE LaizistInnen" (LAG LiLa) gründen. Dies dürfte die erste derartige Gruppe in der Partei DIE LINKE sein. Eine Frage stellt sich aber schon heute: Werden die Initiatoren Erfolg haben und bundesweit ausstrahlen können? ->Weiterlesen


Zur faktische Auflösung der Anti-Nazi-Koordination in ihrer ursprünglichen Funktion

Erklärung von Dr. Benjamin Ortmeyer, (Dozent Fachbereich 04, Erziehungswissenschaften, AStA j.W.Goethe Uni Frankfurt) über die Einstellung seiner Mitarbeit in der Anti-Nazi-Koordination:


"Der springende Punkt, der eine inhaltliche Zusammenarbeit unmöglich macht, ist, dass bei den faktisch antiisraelischen Kundgebungen und Demonstrationen in der BRD (und in anderen europäischen Ländern) im Dezember 2008/Januar 2009 der reale Schulterschluss mit der hier lebenden Anhängerschaft der Hamas und ebenfalls tiefreaktionär-faschistoiden anderen Organisationen aus der Türkei auf der Straße praktisch durchgeführt wurde."

Bilder hier -> Klick

Das kommt mir sehr vertraut vor, ich muss da an ein anderes "Friedensbündnis" denken.... .
Ich empfehle mal hier (Warum wir die Anti-Nazi-Koordination verlassen haben, Erklärung von sechs ehemaligen Aktivisten ): http://www.antifa-frankfurt.org/innerlinke_Diskussion/ank-austritt.html

Diese Stellungnahme spiegelt m.E. genau das wieder, was ich auch aus hiesigen Mailwechseln kenne. Und wenn man seine Meinung offen vertritt, wird man "auf Moderation geschaltet" oder gleich ganz rausgeschmissen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Tariq Ramadan: Migranten sind keine Opfer

ZEIT: Zurzeit sehen sich Muslime aber vor allem als Opfer von Vorurteilen.

Ramadan: Das ist eine Falle, auch wenn es Vorurteile gibt. Wie erzählen wir von unserem Europa? Von unserer Erfahrung hier als Einwanderer? Es mag zwar sein, dass viele von uns durch Not oder Unfreiheit gezwungen waren, auszuwandern. Dennoch ist es falsch, von Migration im bedauernden Ton zu reden, als seien Migranten lauter Opfer. Wir haben Erfolge vorzuweisen, wir sollten stolz sein und davon erzählen. Wir müssen die Opfermentalität vermeiden. Allzu schnell steigert man sich da hinein: Die Europäer mögen den Islam ohnehin nicht, es ist egal, was wir machen. 
Quelle


Kommentar:
Religion und Nationalismus gehen meist Hand in Hand. MigrantInnen werden meist (gerade von Bio-deutschen HelferInnen) als TürkInnen, AraberInnen, MuslimInnen angesprochen und als "Opfer" betätschelt. Seltsamerweise ist jemand, dessen Eltern möglicherwiese schon in D-land geboren worden, in den Augen der "HelferInnen" immer noch TürkIn etc... Merken die nicht, dass sie damit nicht weit von den "Judengenen" des Sarrazin entfernt sind? Vererbt sich "Türkentum"? Warum kann man die Leute nicht einfach als Menschen sehen, die zufällig möglicherweise eine Religion haben? Weil sonst der Vertretungsanspruch verloren geht?

Samstag, 4. Dezember 2010

Die Ur-Sünde, ein Text von Uri Avnery

"David Ben Gurion, der sich sogar bei Beerdigungen weigerte, eine Kippa zu tragen (obwohl dort auch die meisten Atheisten das als Geste gegenüber dem Glauben anderer tun), dachte, dass es erstrebenswert sei, die Orthodoxen in seine Regierungskoalition hinein zu bekommen. Deshalb versprach er ihnen, einige hundert Jeschiwa-Studenten (Yeschiva = religiöses Seminar) vom Militärdienst zu befreien und ihre Studiengebühren und Unterhaltskosten zu zahlen, so dass sie nicht verpflichtet waren, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten.

Die Konsequenzen hatte keiner erwartet. Seine kleine Geste hat monströse Proportionen angenommen. Heutzutage könnte man einige Armeedivisionen mit diesen Drückebergern vor dem Militärdienst bemannen. Sie betragen 13% des gesamten Jahrgangs der Wehrpflichtigen. Darüber hinaus üben 65% aller männlichen orthodoxen Bürger keinerlei Arbeit aus und leben von der "Öffentlichen Hand".

Die Situation ist absurd: der Staat zahlt für den Unterhalt einer breiten und wachsenden Bevölkerung von durch die Tora geschützten Parasiten, die den Staat unterminieren. Der Staat bezahlt Hunderttausende junger religiöser Menschen, um sie von der Arbeit (Gott behüte!) Arbeiten fernzuhalten. Er zahlt ihnen großzügige Unterstützungen, so dass sie mehr und mehr Kinder zeugen können (5 – 15 pro Familie), von denen die meisten niemals arbeiten, noch in der Armee dienen werden. Man kann genau ausrechnen, wann die Wirtschaft, zusammen mit dem Wohlfahrt-Staat und der "Bürger"-Armee, die auf einer Wehrpflicht basiert, kollabieren wird.


Die Jugendlichen der national-religiösen Fraktion verachten die lauwarme Religiosität ihrer Väter und bewundern die starke Religiosität der Orthodoxen. Die Jugendlichen der orthodoxen Fraktion werden von der nationalistischen Melodie verführt, im Gegensatz zu ihren Vätern, für die Israel ein Staat wie jeder Nicht-Judenstaat war, ein Staat, der gemolken wird.


Die Quelle allen Übels ist natürlich die Ur-Sünde des Staates Israels, die Nicht-Trennung zwischen Staat und Religion, die auf der Nicht-Trennung von Nation und Religion basiert." Quelle

Kultureller Relativismus - Eine Rede von Maryam Namazie

Maryam Namazie ist Menschenrechtsaktivistin und Mitglied des britischen Zentralrats der Ex-Muslime (Council of Ex-Muslims of Britain).



"Der Kampf für die universalen Menschenrechte bedeutet die Verdammung und Verachtung des reaktionären Glaubens. Der Kampf gegen übermächtige reaktionäre Ideen ist der Kampf gegen die Ideen der herrschenden Klasse. Schließlich muß die herrschende Klasse über die Barbarei des Kapitalismus richten. Sie muß das nicht zu tolerierende natürlich und tolerabel aussehen lassen. Sie muß Unterschiede schaffen, um den Profit zu erleichtern. Kulturelle Relativisten dienen diesem Zweck. Die Idee der Unterschiede war immer ein grundlegendes Prinzip der rassistische Pläne. Die Niederlage des Nazismus und seiner Theorie der biologischen Unterschiede haben die rassische Überlegenheit größtenteils in Mißkredit gebracht. Aber der Rassismus dahinter fand eine andere, besser akzeptierte, Ausdrucksform in dieser Ära. Anstelle von Ausdrücken in rassistischer Terminologie werden jetzt Unterschiede mit kulturellen Beziehungen porträtiert. Kultureller Relativismus ist der Faschismus dieser Ära. Kulturelle Relativisten sind die Verteidiger des Völkermordes* dieser Ära.
In einer Ära von beispielloser Barbarei müssen wir die universalen Rechte von Menschen verteidigen, die täglich auf Freiheit und Gleichheit hoffen. Obwohl ein besseres Leben nur möglich ist, wenn die Welt sich ändert. Muß jeder, der die Menschenrechte respektiert sofort für die Abschaffung jeden rückwärtigen und reaktionären Glaubens kämpfen, weil dieser nicht vereinbar ist mit Freiheit und Fortschritt der Menschen und weltlicher und moderner Gesellschaft für alle." Quelle

Freitag, 3. Dezember 2010

Radschar, das Dorf mitten auf der Grenze

Radschar

Das Dorf Radschar gehört teils zu Israel, teils zum Libanon. Eine geplante Änderung des Status' behagt vielen Bewohnern nicht. Quelle

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Ablösung der Staatsleistungen: Evangelische Kirche und LINKE einig

„Ich freue mich, dass Präses Nikolaus Schneider einer Ablösung der Staatsleistungen positiv gegenüber steht“, kommentiert der Bundestagsabgeordnete Raju Sharma die Äußerung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) Schneider, es werde bei der Ablösung keinen Widerstand geben. Der religionspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:
„Unser Fraktionsvorsitzender Gregor Gysi und ich haben mit Kirchenvertretern in Berlin sehr angenehme Gespräche zu dem Thema geführt. Wenn wir damit zu der positiven Haltung beitragen konnten, haben wir unser Ziel erreicht: Offenheit und Verständnis zu wecken. Soweit es um die Höhe der Ablösesumme geht, sind wir natürlich für alle Vorschläge offen und freuen uns auf den weiteren Dialog.   
Und noch etwas ist klar geworden: Nikolaus Schneider zeigt, in welche Richtung die Reise gehen muss. Da sollten die katholische Kirche und die anderen Parteien nicht zurück stehen.“