" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Dienstag, 29. November 2011

Bremer Linke boycottiert mal wieder Israel

Deutschland fehlt eine Gesamtstrategie im Kampf gegen den alltäglichen Antisemitismus. Zu diesem Schluss kommt der erste Bericht einer Expertenkommission. Sagt die taz

"Scharf kritisiert wird in ihrem nun vorgelegten ersten Bericht der Umgang der Schulen mit dem Antisemitismus. Dort werde das Thema fast nur mit Bezug auf den Holocaust behandelt. Damit erscheine der Antisemitismus als ein "ausschließlich den Nationalsozialisten zuzuordnendes Phänomen, das 1933 quasi aus dem Nichts erschien und 1945 wieder verschwand".
Viele Lehrer hätten zudem oft hohe moralische Erwartungen von ihren Schülern und verlangten von ihnen eine große Betroffenheit. Diese Haltung überfordere die Schüler und könne zu einer Abneigung nicht nur gegenüber dem Thema NS-Geschichte, sondern auch gegenüber Juden führen - also einen "Antisemitismus wegen Auschwitz" erzeugen.
Nach Ansicht der Experten müssten Pädagogen jedoch viel stärker auf Themen eingehen, in deren Kontext sich heute antisemitische Einstellungen zeigen könnten, allen voran der Nahostkonflikt. Aber auch bei der Kritik am Kapitalismus von links gebe es mögliche "Anknüpfungspunkte für Antisemitismus" - etwa wenn gegen das Finanzkapital und gierige Wall-Street-Banker polemisiert wird."

Eben diesem Expertenrat folgt nun Bremen, was allerdings den Bremer Linken nicht recht ist.


"Mit einer Mahnwache protestierten am 21. November verschiedene, auch palästinensische Gruppen, gegen den von der israelischen Botschaft gewünschten „Israeltag“ im Bremer „Landesinstitut für Schule“ (LIS)." sagt DIE LINKE.Bremen

Bremen ist ein kleines Bundesland, deswegen sind"mehrere Gruppen" dort auch nur sechs Personen.




Bremer Linke wollten unlängste erst Israel durch Boykott „reinigen“, als Linke und Friedensbewegte am 11. März vor einem Bremer Supermarkt mit Pappschildern und Handzetteln zum Boykott israelischer Waren aufriefen. Diese Aktion führte zu heftigen innerparteilichen wie ausserparteilichen Kontroversen.

Das Wetter wird wieder kälter, die Tage dunkler und dieselben zomboiden Gestalten kommen heraus aus ihren Höhlen und Löchern, um der Welt das "Gerücht über die Juden" anzuheften.


Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze
Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus

Freitag, 25. November 2011

Egypt's 'Naked Blogger' Calls On Men To Wear Hijab


Egypt's 'Naked Blogger' Calls On Men To Wear Hijab:The 'Be a Man' initiative is similar to a 2009 Iranian campaign in support of student activist Majid Tavakoli.

Samstag, 12. November 2011

Erlanger Medienverantwortliche und antisemitische Verschwörungsfreaks

Mit einem Pau­ken­schlag und einem Shits­torm endet die Kar­rie­re einer ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­schen Le­gen­de. In der „KenFM“-​Sen­dung des Ra­dio­mo­de­ra­tors Ken Jeb­sen, der über das Ju­gend­ra­dio Fritz des öf­fent­lich-​recht­li­chen Rund­funk Ber­lin Bran­den­burg (RBB) zu hören war, wurde vor allem Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gie, Is­ra­el-​Hass und An­ti­ame­ri­ka­nis­mus ver­brei­tet. Nun ist der Pro­pa­gan­dist re­ak­tio­nä­rer Ver­schwö­rungs­theo­ri­en vor­erst nicht mehr über das Radio zu hören. Die Sen­dung wurde, nach­dem eine E-​Mail des Ra­dio­mo­de­ra­to­ren ver­öf­fent­licht wurde, erst ein­mal ab­ge­setzt. Fast zehn Jahre hatte „KenFM“die Theo­ri­en der ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­schen Szene pro­pa­giert und war des­we­gen von den Fans der ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­schen Deu­tung der Rea­li­tät ge­fei­ert wor­den. Seine Ra­dio­bei­trä­ge wur­den vor allem auf den In­ter­net­sei­ten der ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­schen Szene be­wor­ben.

In sei­nen Bei­trä­gen mach­te der Ra­dio­mann bei­spiels­wei­se „den Ami“ für die „Ter­ror­lü­ge“ des 11. Sep­tem­ber 2001 und für fast alle Übel die­ser Welt ver­ant­wort­lich. Der Hass auf die USA ging mit einer ab­so­lu­ten Ver­harm­lo­sung der Bun­des­re­pu­blik ein­her, die er als deren„Va­sall“ be­zeich­ne­te. Quelle zu weiterlesen: reflextion.blogsport

Wo Israelkritik, Islamophobie-Thesen und Verschwörungstheorien ausgetauscht werden, ist auch die Erlanger Medienverantwortliche Dr. Sabine Schiffer nicht weit.

Einfach mal reinhören: "9/11 - Die anti-islamische Verschwörungstheorie - Teil 2 - KenFM Interview mit Sabine Schiffer" vom Fan Deepskies

User Deepskies ist übrigens auch ein Fan der "Germanischen Neuen Medizin" von Ryke Geerd Hamer, die er dermaßen in seinem Channel beschreibt:
"Damit steht die "Neue Medizin" in krassem Widerspruch zu den rassistischen und religiösen Glaubensfantasien des sich selbst als "Wissenschaft" tarnenden Spekulations- und Konsenssammelsuriums der Schulmedizin mit ihrem dualistischen Krankheitsverständnis und dem entsprechenden Therapiewahnsinn, der beispielsweise insbesondere bei sog. "Krebserkrankungen" horrende Todeszahlen verursacht."

Siehe auch: Ryke Geerd Hamer und Antisemitismus

Update:
Am vergangenen Sonntag wurde KenFM kurzfristig aus dem Fritz-Programm genommen, nun durfte der umstrittene RBB-Radiomoderator wieder ans Mikrofon - nach der Antisemitismus-Debatte allerdings mit klaren Vorgaben.
Henryk M. Broder, der Jebsens Mail öffentlich gemacht hatte, hat dessen Einladung in seine Sendung abgelehnt. „Eher gehe ich mit Claudia Roth in die Sauna“, erwiderte der Publizist. Auch wenn der RBB Jebsen vom Vorwurf des Antisemitismus freigesprochen hat, einige der Mails, die seither in Broders Blog „Die Achse des Guten“ eingehen, haben diesen Geist jedoch tief eingeatmet. „Zurück zu Ken Jebsen. Weiter im Pogrom“, schreibt Broder.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/medien/jebsen-es-tut-mir-leid/5831972.html

Freitag, 11. November 2011

Antisemitismus in Deutschland

Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze
Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus 

Mitglieder des Expertenkreises Antisemitismus in alphabethischer Reihenfolge:
Aycan Demirel, Studium der Publizistik, Politik und Geschichte, Mitbegründer
und Leiter der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Berlin,
Dr. Olaf Farschid, Studium der Islamwissenschaft, Politischen
Wissenschaften, Publizistik und Volkswirtschaft; Islamwissenschaftler und
wissenschaftlicher Referent bei der Senatsverwaltung für Inneres, Berlin, 
Elke Gryglewski, Politikwissenschaftlerin und Studium der
Lateinamerikanistik, Mitarbeiterin der Bildungsabteilung im Haus der
Wannseekonferenz, Berlin,
Prof. Dr. Johannes Heil, Studium der Mittleren und Neueren Geschichte,
Kunstgeschichte und Religionsphilosophie sowie Judaistikstudien, Erster
Prorektor und Leiter der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg,
Prof. Dr. Peter Longerich, Historiker, University of London, Centre for the
Holocaust and Twentieth-Century History, London,
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Politikwissenschaftler und Soziologe an
der Fachhochschule des Bundes, Brühl 
Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Studium der Geschichte, Geistesgeschichte,
Politik- und Theaterwissenschaft, Professor für Neuere Geschichte und
Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien
an der Universität Potsdam,
Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Politikwissenschaftler und Soziologe, Senior
Research Fellow bei der "European Foundation for Democracy" in Brüssel,
Dr. Juliane Wetzel, Historikerin und Kunsthistorikerin, wissenschaftliche
Angestellte am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin
Dr. Miriam Bistrovic, freie Mitarbeiterin "Expertenkreis Antisemitismus"

Deutschland fehlt eine Gesamtstrategie im Kampf gegen den alltäglichen Antisemitismus. Zu diesem Schluss kommt der erste Bericht einer Expertenkommission. Sagt die taz

"Scharf kritisiert wird in ihrem nun vorgelegten ersten Bericht der Umgang der Schulen mit dem Antisemitismus. Dort werde das Thema fast nur mit Bezug auf den Holocaust behandelt. Damit erscheine der Antisemitismus als ein "ausschließlich den Nationalsozialisten zuzuordnendes Phänomen, das 1933 quasi aus dem Nichts erschien und 1945 wieder verschwand".
Viele Lehrer hätten zudem oft hohe moralische Erwartungen von ihren Schülern und verlangten von ihnen eine große Betroffenheit. Diese Haltung überfordere die Schüler und könne zu einer Abneigung nicht nur gegenüber dem Thema NS-Geschichte, sondern auch gegenüber Juden führen - also einen "Antisemitismus wegen Auschwitz" erzeugen.
Nach Ansicht der Experten müssten Pädagogen jedoch viel stärker auf Themen eingehen, in deren Kontext sich heute antisemitische Einstellungen zeigen könnten, allen voran der Nahostkonflikt. Aber auch bei der Kritik am Kapitalismus von links gebe es mögliche "Anknüpfungspunkte für Antisemitismus" - etwa wenn gegen das Finanzkapital und gierige Wall-Street-Banker polemisiert wird."