" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Freitag, 23. November 2012

Neues vom Genderwahn


"Studie entlarvt Vorurteile von Primatenforschern" sagt der Spiegel.

"Studie entlarvt Vorurteile von Primatenforscherinnen" müsste es aber heissen. Schließlich bilden Frauen dort offenbar die Mehrheit, was sich dann auch in den Vorträgen widerspiegelt. Wo Frauen organisieren, bekommen Frauen deutlich mehr Redezeit und Präsentationen. Selbst bei ausgewogener (geschlechtlicher) Zusammensetzung der Organisatoren/innen "...hielten Forscherinnen 58 Prozent der langen Vorträge (31 von 53)."

Das Ergebnis:


  • Hatten Männer und Frauen die Konferenz organisiert, hielten Forscherinnen 58 Prozent der langen Vorträge (31 von 53).
  • Hatten nur Frauen die Konferenz organisiert, waren die Forscherinnen in 64 Prozent der Fälle die Vortragenden (63 von 99).
  • Hatten nur Männer die Konferenz organisiert, hielten Forscherinnen nur 29 Prozent der langen Vorträge (34 von 118).
  • Bei den weniger angesehenen kürzeren Vorträgen sowie bei Poster-Präsentationen waren Frauen mit 65 Prozent in der Mehrheit (1013 von 1549) - was widerspiegelt, dass Frauen in diesem Fachgebiet auch die Mehrheit bilden.


In drei von 4 untersuchten Konstellationen bildeten also Frauen die Mehrheit der Referent/innen.


Mit der Überschrift wird die Aussage der Studie in ihr Gegenteil gekehrt. Im letzten Satz bricht sich typische Genderverständnis der Autorin Bahn, die offenbar bei Frauen die zahlenmäßige Mehrheit mit der Mehrheit im Diskurs rechtfertig. Bei Männern hingegen wird meist mit Verweis auf die zahlenmäßige Unterlegenheit von Frauen eine Quotierung gefordert.

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