" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Mittwoch, 14. November 2012

Veranstaltungshinweis


Um Moses Hess ist es still geworden, seine Werke sind vergriffen und bestenfalls noch antiquarisch zu erwerben. Das sah vor dreißig Jahren noch etwas anders aus. Im Zuge der Beschäftigung mit Marx und seinen theore- tischen Voraussetzungen seit der Studenten- bewegung war der Linkshegelianismus und frühe Kommunismus und damit auch Moses Hess wiederentdeckt worden. Seine Schriften wurden neu aufgelegt, Arbeiten über ihn ver- fasst und er wurde in Kompendien gewürdigt. Dass er erneut in Vergessenheit geraten ist, sagt viel über die heutige Marxrezeption aus. Hess war nicht nur der erste deutsche Kommu- nist, der wesentlich dazu beitrug, dass Marx sich vom Linkshegelianismus loslöste, sondern auch der Vorläufer eines sozialistischen Zionis- mus. Das Referat will an den „Kommunisten- rabbi“ erinnern und ihn würdigen.
Udo Winkel lebt in Nürnberg und ist Redakteur der Theoriezeitschrift EXIT! Krise und Kritik der Warengesellschaft

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