" Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt /
Und läßt andere kämpfen für seine Sache /
Der muß sich vorsehen; denn /
Wer den Kampf nicht geteilt hat /
Der wird teilen die Niederlage. /
Nicht einmal den Kampf vermeidet /
Wer den Kampf vermeiden will; denn /
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds /
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

"Man muß so radikal sein wie die Wirklichkeit."
Bertolt Brecht




Montag, 30. Januar 2012

Antisemitismus in der Linken?

Quelle: (hpd) Der Kommunikationswissenschaftler Maximilian Elias Imhoff legt in seiner Studie erstmals eine empirische Untersuchung zu den einschlägigen Einstellungen in diesem politischen Lager vor und macht ebendort um die 17 Prozent von Personen mit einem verdichteten antisemitischen Weltbild aus.

Der Autor arbeitet dabei aber mit einem Antisemitismus-Verständnis, das weniger an der Feindschaft gegen Juden als Juden, sondern mehr an pauschaler und übertriebener Kritik an der Politik des Staates Israel orientiert ist.


Antisemitische Einstellungen trifft man im politischen Spektrum meist „rechts“ an. Gibt es aber auch eine Judenfeindschaft von „links“? Über diese Frage wird seit Jahren in der breiteren Öffentlichkeit wie in den entsprechenden Wissenschaftsdisziplinen kontrovers diskutiert. Empirische Untersuchungen konstatierten meist ein eindeutiges „links-rechts“-Gefälle, d. h. je stärker eine politische Position nach rechts gerichtet ist, desto höher müssen ebendort die antisemitischen Einstellungen beziffert werden. Gleichzeitig findet man in der Kommentierung zur Rolle des Staates Israel im Nahost-Konflikt nicht selten bis in feindliche Grundpositionen hineingehende Einstellungen in der „Linken“. Wie es nun aber um die Existenz und Quantität einer solchen Judenfeindschaft steht, will der Kommunikationswissenschaftler Maximilian Elias Imhoff in seiner Arbeit „Antisemitismus in der Linken. Ergebnisse einer quantitativen Befragung“ aufzeigen. Deren Zentrum bildet die Auswertung einer Datenerhebung in Form von 218 komplett ausgefüllten Fragebögen.

Zunächst geht es aber im theoretischen Teil um Ausführungen zur Definition von „radikale Linke“, dem Antisemitismus und dem Antizionismus, handelt es sich dabei doch um die zentralen Arbeitsbegriffe der Studie. In diesem Kontext entwickelt Imhoff auch Hypothesen über die Besonderheiten des Antisemitismus in dem untersuchten politischen Lager. Danach stellt er die Methode der Erhebung insbesondere bezogen auf die Operationalisierung des Antisemitismus, also die Messung entsprechender Einstellungen in Form eines Score vor. Hierbei betont der Autor: „Eine quantitative Befragung unter Linksradikalen zum Antisemitismus ist ein Stück weit Pionierarbeit, denn Antisemitismus wurde ... noch nicht derart untersucht. Der Vorteil ist, dass eine auf Linke zugeschnittene Befragung im Gegensatz zu allgemeinen Befragungen zum Antisemitismus in der Gesamtbevölkerung, sich voll auf die linken Besonderheiten einlassen kann“ (S. 15f.). Und schließlich folgt eine Präsentation der Ergebnisse auch und gerade hinsichtlich einer Überprüfung der Hypothesen.

Imhoff formuliert dazu bilanzierend: „Die Faktorenanalyse hat gezeigt, dass alle erhobenen Items eng miteinander zusammenhängen. Es gibt keine bestimmten Facetten linker Israel- und Judenabneigung. ... 21 % der Linken der Stichprobe besitzen Abgrenzungsprobleme nicht nur zu einzelnen antisemitischen Ressentiments, sondern zu der Verdichtung dieser Ressentiments zum Antisemitismus. Bei weiteren 17 % verdichten sich diese Ressentiments durch hohe Zustimmung zu den einzelnen Items tatsächlich zu einem Antisemitismus“ (S. 139). Es sei deutlich „geworden, dass die Israelkritik pro-palästinensischer Linker häufig nach altbekannten antisemitischen Mustern funktioniert oder zumindest von ihnen nicht abzugrenzen ist.“ Und weiter heißt es: „Je einseitiger die Solidarität der palästinensischen Seite gilt, desto deutlich antisemitischer die Denkweise. Mitgefühl für die Palästinenser und Hass gegen die Israelis - weil die Perzeption Israels emotional-kognitiv aufgekocht ist - sind demnach häufig sehr eng miteinander verbunden“ (S. 140).

Bislang gab es noch keine empirische Untersuchung, die sich dezidiert mit dem Antisemitismus bei den „Linken“ beschäftigte. Insofern stellt die Entwicklung einer entsprechenden Skala eine Pionierleistung dar. Gleichwohl kann diese keine kritiklose Akzeptanz finden, führen deren Inhalte doch zu einer Verzerrung des Resultats. Zwar beschäftigt sich Imhoff mit dem Antisemitismus, dessen Kern als Feindschaft gegen Juden als Juden spielt aber für die Nutzung der Einstellungsstatements keine prägende Rolle. Hier kommen vielmehr Negativbilder und Ressentiments gegen den Staat Israel zum Einsatz. Ob damit auch immer eindeutig eine antisemitische Auffassung gemessen werden kann, darf in nicht wenigen Fällen mit guten Gründen bezweifelt werden. Einseitige, falsche oder schiefe Kritik an Israel muss nicht per se durch Judenfeindschaft erklärt werden. Warum hier nicht auch ein dogmatischer „Antiimperialismus“ ein ideologisches Motiv sein kann, hätte zumindest einmal vergleichend in die Analyse einbezogen werden müssen.

Armin Pfahl-Traughber

Maximilian Elias Imhoff, Antisemitismus in der Linken. Ergebnisse einer quantitativen Befragung, Frankfurt/M. 2011 (Peter Lang-Verlag), 161 S., 27,80 €

Sonntag, 29. Januar 2012

Samstag, 28. Januar 2012

Humanistisch Fernsehen

Es werde Licht | Die erste und einzige säkular-humanistische Fernsehsendung im deutschsprachigen Raum -> http://www.eswerdelicht.tv/


Freitag, 27. Januar 2012

I Will Survive: Dancing Auschwitz


Zu Holocaustgedenktag 2012



This clip complements the previous two clips in the series 'I Will Survive: Dancing Auschwitz.'
In June 2009, I, together with my father, my four children and niece, travelled to Poland to retrace my parents' past. While on a cattle wagon at Radagost Station in Lodz, my father experiences flashbacks. He reenacts the memory of his three-day journey in a similar cattle wagon, heading to Auschwitz, 65 years earlier, and appears to enter a trancelike state. In his native tongue, he carries on an improvised dialogue with the imaginary peasants he passed on the way.
This clip also raises my own personal concerns as a Jew. I ask my father: 'Do I look like a 'JEW?' I ask my mother: 'If you had your time again, would you choose to be Jewish?' and I ask my daughter: 'What did you feel when you returned to Australia?'



"Zu "I will survive" tanzt der 89-jährige Auschwitzüberlebende Adolek Kohn in einem Video vor der Kulisse mehrerer KZs und ist so zum Youtube-Star geworden." -> quelle taz





Donnerstag, 26. Januar 2012

Der Skandal um Golshifte Farahanis Körper

TEHERAN/PARIS. (hpd) Sie wurde 1982 im Iran geboren und ist dort eine sehr beliebte und bekannte Schauspielerin. Golshifte Farahani hat sich nun in Frankreich nackt ablichten lassen und löste damit im Iran einen Skandal aus.


Sie hat neben Leonardo DiCaprio und Russell Crowe in einem Film von Ridley Scott mitgespielt und – ohne Kopftuch – in einigen anderen internationalen Filmen. Manchmal hat Golshifte Farahani auch im Bett Nacktszenen gespielt. Dafür wurde sie von den Machthabern im Iran erniedrigt. Als ein Gerichtverfahren gegen sie eingeleitet wurde, hat Golshifte Farahani den Iran für immer verlassen. Derzeit lebt sie in Paris.

Vor einigen Tagen wurden auf YouTube ein kleiner Film des französischen Figaro und Nacktfotos von Golshifte Farahani veröffentlicht, und das löste eine große Lawine an Diskussionen und Kommentaren aus, nicht nur in verschiedenen iranischen Zeitungen, sondern auch in Blogs und Webseiten der Opposition.

Golshiftes Eltern sind beide Künstler. Sie haben sich dem Druck gebeugt, sich von ihrer Tochter distanziert und haben gesagt, alles sei Photoshop. Golshifte entgegnete darauf: Nein, alles ist Realität, und veröffentlichte ihr Nacktfoto auf ihrer Facebook-Seite.

Inzwischen hat sich das iranische Publikum gespalten und zwei große Fronten gebildet. Tausende verteidigen Golschifte und meinen, sie sei die Alia Magda al-Mahdi des Iran. Sie schreiben, das sei ein Zeichen der Jugend im Iran. Sie haben den Hijab und den Islam satt – ebenso die frauenfeindliche Kultur und die Religion. Es gibt sehr viele Menschen, die Golshifte auf Facebook unterstützen, Tausende haben geschrieben: Wir sind bei dir...

Aber auch das islamische Regime hat reagiert. In Farsi News, Mashreghnews und anderen Zeitungen wurde gegen Golschifte Stellung genommen und eine große Anzahl von Reformisten und islamischen Nationalisten sowie Intellektuelle und Islamfreunde haben sie kritisiert: Wieso hast du so etwas getan? Das ist gegen Leute, die im Gefängnis sitzen und schadet diesen Leuten! Das Regime wird aggressiv, also was soll das? Diese Form der Kritik ist nicht gut, sie beleidigt Moslems, und....

Auf diese Argumente antworten am meisten junge Leute besonders aus dem Iran leidenschaftlich und vehement. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich nach 32 Jahren islamischen Regimes im Iran eine große Bewegung für Freiheit und Frauenrechte entwickelt. Golschifte gehört zu einer Generation im Iran, die nach Inkrafttreten des islamischen Regimes geboren wurde. Sie hat zwei Kulturen, zwei Leben gehabt. In einem Interview meinte sie einmal: Wir haben als Kinder gelernt, in der Öffentlichkeit etwas Anderes zu sagen und zu tun als zu Hause. Wir sind mit dieser Lüge aufgewachsen, dass unsere Eltern zu Hause Alkohol getrunken haben und gesagt haben, du darfst das nicht verraten...

Diese Generation hat die Beschränkungen, Lügen und Widersprüche satt, und Golschiftes Skandal hat gezeigt: Viele sind auf unserer Seite - also der Seite, die für ein freies und glückliches Leben für Mädchen steht.

Quelle: Mina Ahadi

Mitarbeit: Fiona Lorenz

Dienstag, 24. Januar 2012

Dresden brennt

Sonntag, 22. Januar 2012

LINKE.Bayern: Säuberung der Partei?

Bildmontage: HF
"Das Privatleben skandalisieren, sie öffentlich lächerlich machen: Im bayerischen Landesverband der Sozialisten kursiert ein Dossier zum Umgang mit unliebsamen Parteimitgliedern, das zum Sprengsatz werden könnte." Quelle Süddeutsche

"Der Text ist menschlich ekelerregend, politisch infam und offenbart gleichzeitig mehrere pathologische Störungen des oder der Autoren. Das Problem: Er trifft den Duktus linker Eiferer, den Ton umherirrender Wutlinker und die krude Logik des organisierten Unterdrückungsverlangen gegen Andersdenkende. Wer sich in den zahlreichen Foren einschlägiger Blogs der linken Szene mit Informationen versorgt, der mag sich an den einen oder anderen Teilnehmer solcher bisweilen bizarren Forumsdebatten erinnert fühlen. Vielleicht aber auch an einschlägige Feindlagenbestimmungen diverser K-Gruppen oder einfach nur an den Film „Das Leben der Anderen“.Zu Glauben, dass Linke so nicht denken, so nicht miteinander umzugehen vermögen, das ist in der Partei schon lange allein der Bundesschiedskommission vorbehalten, die meint in den hässlichen Parteiauseinandersetzungen entscheiden zu können, welcher Hassausbruch gerade justiziabel ist und welcher nicht. Ganz gleich wer sich am Ende als Urheber herausstellt. Viele Menschen, viele Wähler können sich schon sehr lange vorstellen, dass Linke genauso miteinander umgehen. Allein dies drückt vielmehr über die Krise der Partei aus als sinkende Umfragewerte oder verlorene Wahlen."
Die Linksjugend ´solid hat schon reagiert: "Ungeachtet der Tatsache, dass ein solches Verhalten persönliche Konsequenzen haben muss, sehen wir die Ursache des Problems aber in einem gewissen politischen Umfeld, in dem sich überhaupt jemand bemüßigt fühlt, seine Genossen als vermeintliche politische Gegner derart auszuschalten. Denn seit Jahren herrscht in der bayerischen Linkspartei ein Klima der Angst vor, in der die Besetzung von Posten und Ämtern rigoros gegen innerparteiliche Minderheiten durchgedrückt wird, während politische Diskussionen und konstruktive Debatten gar nicht mehr gefragt sind." Quelle: Scharf links

Mir kommen diese Strategien in Bezug auf das Mobbing meiner Person zu meiner Zeit bei der Linkspartei Erlangen ziemlich bekannt vor.... .

Samstag, 14. Januar 2012

Gegen linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran!


„Kriegsvorbereitungen stoppen“ – so ist ein Aufruf überschrieben, der seit einiger Zeit im Internet zu finden ist. Unter den Unterzeichnern befinden sich die Linke-Bundestagsabgeordneten Heike Hänsel, Eva Bulling-Schröter, Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen, Annette Groth und Diether Dehm. Unterschrieben haben auch der Schauspieler Rolf Becker, die Publizistin Sabine Kebir sowie die ehemaligen linken bzw. PDS-Abgeordneten Norman Paech und Gerhard Zwerenz. -> Aufruf

Auf der Un­ter­schrif­ten­lis­te zum Auf­ruf fin­den sich die Namen von Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen und Eso­te­ri­kern, von Rechts­po­pu­lis­ten und deut­schen Lin­ken. -> DIE LISTE

Für den BAK Shalom von der Linksjugend, der die Unterzeichner auffordert, ihre Unterschriften zurückzuziehen, liegt die Hauptverantwortung bei den Regimen in Teheran und Damaskus, „die mit unglaublicher Brutalität gegen die eigene Zivilbevölkerung“ vorgehen. Er fordert die Linke insgesamt auf, sich „von ihrem Antiamerikanismus“ zu verabschieden – dieses Ressentiment werde auch von Assad und den Ayatollahs benutzt. -> Gegen linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran!

Ein erstaunlich deutlicher Leitartikel kommt von Christian Bommarius.:

"Sechs linke Bundestagsabgeordnete verbrüdern sich öffentlich mit dem Massenmörder Assad – eine Fortsetzung ihres antisemitischen Treibens. Die Linkspartei muss sie endlich vertreiben."

Mittwoch, 11. Januar 2012

Fehlstart des Jahres

Ein großer Wurf sollte es werden, als sich der bayerische Ableger der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ vor etwa einem halben Jahr gründete. Vor wenigen Tagen kündigten zahlreiche Mandatsträger diverser Landesverbände ihre Mitgliedschaft, unter anderem auch der gesamte bayerische Vorstand. Die Partei ist ziemlich am Ende.


Christian Jung, noch entschlossen, Foto a.i.d.a., Juni 2011

Eine albern wirkende „Mahnwache“ gegen Antisemitismus und ein paar amateurhafte Youtube Videos – viel mehr haben Christian Jung und seine Vorstellung von „Freiheit“ im letzten halben Jahr nicht gerissen. Selbst der Landesparteitag am 19. November geriet zur Farce, als den Parteimitgliedern kurz vor Veranstaltungsbeginn ein Hausverbot vom Wirt erteilt wurde. Unvergessen wird jedenfalls das im Schmollton vorgetragene Entrüstungsschauspiel von Jung bleiben, als sich der frisch gebackene Landesvorsitzende vor dem alternativen Zentrum „Kafe Marat“ in Szene setzte. Die junge Partei war in Bayern vornehmlich mit sich selbst beschäftigt. Ab Oktober eskalierte dann entgültig ein Richtungsstreit im Landesverband. Michael Stürzenberger (PI) wurde zeitweilig seinen Ämtern als Beirat und Pressesprecher enthoben, nachdem er sein „Thesenpapier gegen Islamisierung“ veröffentlicht hatte.

In diesem „Thesenpapier“ beschrieb Stürzenberger in Etappen, wie mit Menschen islamischen Glaubens in Deutschland zu verfahren sei. Unter anderem sah es einen Volksentscheid zum „Verbot des Islams“ vor. Das hieße bei entsprechendem Ausgang dann „abschwören oder abreisen“, konkretisierte Stürzenberger seinen Vorschlag. Später legte der PI-Grüppling noch nach: Eine „Ent-Islamisierung“ nach dem Vorbild der Entnazifizierung sei gegebenenfalls nötig. Der bayerische Vorstand der Partei erkannte in Stürzenbergers Äußerungen eine Haltung gegen die „verfassungsmäßige Grundordnung“, doch der Bundesvorsitzende Stadtkewitz stellte sich hinter Stürzenberger und diente ihm gar eine Kandidatur auf Bundesebene an.

Showdown beim Bundesparteitag
Beim 1. Bundesparteitag in Frankfurt am Main am 10. Dezember kandidierten daraufhin sowohl Stürzenberger als auch Jung, Letzterer für den Vorsitz. Jung gehörte zu einer Gruppe, die Marco Pino in seiner Austrittsbegründung euphemistisch „Realos“ nannte. Pino war ehemaliger hessischer Landesvorsitzender sowie Bundesvorstand der Partei „Die Freiheit“, bevor er letzte Woche seine Ämter niederlegte. Die „Realos“ orientierten sich an der sogenannten „Agenda für die Freiheit“, deren Urheber u.a. Jung ist. In der „Agenda“ ist freilich wenig Freiheitliches zu finden, sondern das Immergleiche, wie zum Beispiel die Forderung „Integrationsverweigerer“ und „Verfassungsfeinde“ auszuweisen, sowie Menschen ohne deutschen Pass abzuschieben, sobald sie mit dem Gesetz ins Gehege kämen.

Nichts anders ist die Auffassung der „Fundis“, zu denen Pinos Lesart nach Stürzenberger und Stadtkewitz zu zählen sind. Die beiden Lager unterschieden sich im Grunde nur in der Form ihres Auftretens. Während sich die sogenannten „Realos“ alle Mühe gaben, vermeintlich seriös in Erscheinung zu treten, um das sich staatstragend gebende Bürgertum zu ködern – was nicht gelang –, galt und gilt für die Hardliner das Credo: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert. Beim Bundesparteitag kam es dann zum Showdown. Stadtkewitz und Stürzenberger setzten ihren Kurs nach heftigen Debatten mit knapp 60 Prozent der Stimmen durch. Die bayerische Delegation schmiss hin. In seiner Ansprache betonte der alte und neue Vorsitzende Stadtkewitz siegesbewusst:

Wenn Geert Wilders die Einführung einer Kopflumpensteuer fordert, um sich damit Gehör zu verschaffen, wollen wir allen Ernstes dann mit Wilders über die Verfassungsmäßigkeit von Steuern auf Kopftücher als angeblich religiöses Symbol diskutieren? Nein, auch wir werden von Zeit zu Zeit überziehen müssen, sonst wird uns niemand hören.

Stürzenberger kommentierte nach der Wahl auf Facebook: „Einige von denen, dei jetzt gehen, waren offensichtlich in der falschen Partei. Sie wollten ihr einen Kurs aufdrängen, die nicht im Sinne von Geert Wilders gewesen wäre“ (Orthographie wie im Original).

Die „Realos“ verlassen die Partei
Nach der Wahl erfasste die randständige Partei eine heftige Austrittswelle, womit sie nun noch mitgliederschwächer ist, als sie es ehedem schon war. Selbst Teile des neu gewählten Bundesvorstandes traten zurück. Der gesamte bayerische und nahezu der ganze hessische Vorstand nahm den Hut, sowie der Landesvorsitzende aus NRW. Bislang ist kein Ende in Sicht. In seinem Bekennerschreiben begründet Jung seinen Austritt nur nebulös. Man habe sich in der Partei offenbar dafür entschieden, alle Köder selbst zu essen und den Fischen vorzuenthalten, verfasst der nun Parteilose deklamatorisch. Dennoch zeigt er sich hoffnungsvoll: Die „Auseinandersetzungen mit der Antifa“ sollten fortgesetzt werden. Immerhin sei es ein von ihm „entwickelter Ansatz“ gewesen, die Antifa „von jeglicher staatlicher/kommunaler Förderung abzuschneiden.“

Doch die Partei „Die Freiheit“ wird – zumindest in Bayern – keine Auseinandersetzungen mehr führen. Sie ist gescheitert und der ehemalige Landesvorsitzende Jung steht vor einem Scherbenhaufen. Für den Beamten wird es vermutlich kein Zurück ins Kreisverwaltungsreferat geben, mit Sicherheit wird er nicht mehr wie zuvor für „aufenthaltbeendende Maßnahmen“ zuständig sein. Eine gute Nachricht zum Jahresende.

Quelle: Schlamassel Muc

Mittwoch, 4. Januar 2012

Comiclesung mit Ralf König

Am 7. Februar 2012 wird um 20.00 Uhr im Fabersaal des Gewerbemuseums auf Einladung des hvd Nürnberg und der Mittelfranken-Gruppe der Giordano-Bruno-Stiftung Ralf König lesen, unter "Gottes Werk und Königs Beitrag".


Wer sich mal einen Eindruck verschaffen will, hier ist die Lesung von "Götterspeise" (es geht um die Abrahamgeschichte):


Sonntag, 1. Januar 2012

Wie ist das eigentlich mit dem Antizionismus?


Auf den Transparenten steht: „Zionisten sind keine Juden“, „Zionismus ist Rassismus“ und „Orthodoxe Juden fordern die Anwesenheit internationaler Einheiten zu ihrem Schutz“.


Momentan macht in Israel eine Gruppe von ultraorthodoxen Haredi-Juden Ärger und sorgt für Proteste. Sogar Staatspräsident Shimon Peres rief zur Demo gegen diese Sekte auf, deren Vorstellungen von Gesellschaft, Demokratie und Gleichberechtigung denen ihrer benachbarten Muslimbrüder, der Hamas oder der Hizbullah entspricht.

Hier werden nochmal für Interessierte die Unterschiede zwischen den verschiedenen orthodoxen und nationalreligiösen Gruppen erklärt: Walfang in der Schweiz

Nun gehen diese Orthodoxen in die Offensive und erklären: Israel ist ein Apartheitstaat und sei rassistisch. Auf Transparenten steht: „Zionisten sind keine Juden“, „Zionismus ist Rassismus“ und „Orthodoxe Juden fordern die Anwesenheit internationaler Einheiten zu ihrem Schutz“. Polizisten wurden als „Nazis“ beschimpft.

„Was hier (in Israel) passiert, ist genau dasselbe, was in Deutschland passiert ist“, zitierte die Zeitung „Jerusalem Post“ einen der etwa 1500 Demonstranten. „Wir fühlen uns in Israel wie im Vorkriegsdeutschland“, wurde ein anderer Mann zitiert.

Vergleiche und Forderungen, die insbesondere bei der "Israelkritischen" Linken und Rechten gang und gäbe sind. Antizionismus sei schließlich kein Antisemitismus und man müsse doch kritisieren dürfen. Das Problem ist nun allerdings, dass diese Leute keine "guten" Zeugen abgeben. Solche Unterschiede werden allerdings bei den arabischen Terrororganisationen mit gleicher Zielsetzung und Ideologie nicht gemacht. Dort zeigt man sich dann gerne solidarisch. Warum eigentlich nicht jetzt auch? Gibt es jetzt "guten" und "schlechten" Antizionismus? Die Deppen von Neturai Karta laufen doch auch auf jeder Antiisrael-Demo mit, wie hier beim Al-Quds-Tag 2010 in Berlin. Man hat schon Schwierigkeiten, sie bei den Portraits von Ayatollah Chomeini auseinanderzuhalten ;)

Dazu möchte ich noch auf einen wichtigen Text von Uri Avnery verweisen, der schon vor einiger Zeit konstatierte:

"Die Jugendlichen der national-religiösen Fraktion verachten die lauwarme Religiosität ihrer Väter und bewundern die starke Religiosität der Orthodoxen. Die Jugendlichen der orthodoxen Fraktion werden von der nationalistischen Melodie verführt, im Gegensatz zu ihren Vätern, für die Israel ein Staat wie jeder Nicht-Judenstaat war, ein Staat, der gemolken wird. Die Quelle allen Übels ist natürlich die Ur-Sünde des Staates Israels, die Nicht-Trennung zwischen Staat und Religion, die auf der Nicht-Trennung von Nation und Religion basiert."

Zum al-Quds-Tag gibt es hier mehr Infos: http://noalquds.blogsport.de/

Islam ist Frieden


Zum Thema "Meinungsfreiheit" hier mal ein paar Kommentare zu Cahit Kayas Vortrag "Glücklicher Leben ohne Islam letztes Jahr in Erlangen (es empfiehlt sich auch, die youtube-channels der Kommentatoren anzusehen...):

und ab in die hölle!

spätestens da wird ihr sehen welcher weg richtig war

und ihr würdet euch wünschen wollen, dass ihr den islam angenommen hättet

aber dann wird es leider zu spät sein,lies den koran und vergleiche es mit den andern büchern und du wirst sehen das es eindeutig der richtige und wahre weg ist!

möge allah euch rechtleiten oder vernichtien...


Du Hund möge Allah dich vernichten dafür das du vor einer Kamera sitzt und es wagst von der Religion Allahs und der Ummah seines Gesandten schlecht sprichst.

Möge Allah deine Gesundheit nehmen und dich in dieser Welt sowie in der nächsten für ewigkeiten zu den WELTLICHEN HUNDEN UND ZU DENN HUNDEN DES CEHENEMS ZÄHLEN LASSEN.

ALLAHUMMA AMEEEN !


Bruder ich kann deinen Zorn gut verstehen. Ich verfluche ihn zwar nicht, aber wende nichts dagegen ein, wenn du es tust. Das ist schließlich unser Recht, als Befolger der Wahrheit inshallah. Deine Abneigung gegen ihn ist maschallah gut, und auch, dass du ihn anprangerst! Salam aleikum.


Und Wieviel Haben sie dir gegeben du pseudo Muslim 100 ??? 200 ??? Oder Sogar 500 ??' Solche Menschen wahren nie muslime sie assen immer schon al khansir schlugen ihre frauen und tranken das brenn wasser Audu Billah Minhoum !!!!!!!!!!

Dieser Kafir will glücklicher leben?

Das soll er doch machen. Wie ein Schwanz der sprechen kann. Anik Abuk


der hat geld bekomen und er wert seaine schtrafe bekomen inschallah

cahit allah soll dich bestrafen SEREFSIZ EHRENLOSER !!!

der arme vallahi der tut mir leid ! überleben ? wenn ALLAH WILL WÜRDEST DU BEI DIESEM interview sterben trottel!


Ach, ja und noch was für unsere islamophilen Atheist*innen ;)
nicht wahr, Frau Sch*** ?